Vienenburg

Torso-Fall: Staatsanwaltschaft klagt Schlachter-Sohn wegen Mordes an

06.09.2010
Von Ralf Blasig

Torso-Fall: Staatsanwaltschaft klagt Schlachter-Sohn wegen Mordes an

Das Landgericht Braunschweig: Seit Mittwoch läuft dort der Prozess um den Vergewaltigungs-Verwurf. Foto: Archiv

VIENENBURG. Der Sohn des im Vienenburger Torso-Mordfall verurteilten Schlachtermeisters Jens S. muss sich im kommenden Monat vor dem Landgericht Braunschweig verantworten. Die Hauptverhandlung beginne am 20. Oktober, teilte am Montag die Staatsanwaltschaft mit.

Sie wirft Joel S. vor, einen Bordellbesitzer gemeinsam mit seinem Vater heimtückisch ermordet zu haben.

Seit März dieses Jahres befindet sich Joel S. in Untersuchungshaft. „Nach seiner Festnahme hat er gestanden, gemeinsam mit seinem Vater geplant zu haben, das spätere Opfer in die Fleischerei zu locken“, teilte Oberstaatsanwalt Joachim Geyer mit. Er bestreite jedoch, die Pläne zur Tötung des Opfers gekannt zu haben.

Mit dem Sohn des Schlachters ist ein 38-jähriger Türsteher angeklagt, dem die Staatsanwaltschaft Beihilfe vorwirft. „Auch er will von dem Mord aber nichts gewusst und die Schlachterei zum fraglichen Zeitpunkt bereits verlassen haben“, so Geyer.

Laut Mitteilung hat das Landgericht die Anklage bereits zugelassen. Über die Sicherheitsvorkehrungen bei dem mit Spannung erwarteten Verfahren werde kurzfristig entschieden, sagte eine Gerichtssprecherin.

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