Vienenburg

Seefest-Bilanz liegt auf dem Tisch

01.09.2010
Von Detlef Kühlewind

Seefest-Bilanz liegt auf dem Tisch

VIENENBURG. Die beiden Organisatoren des Seefestes haben doppelten Grund zur Freude: Von den Besuchern ernteten sie reichlich Lob – und der angesichts des verregneten Sonntags befürchtete finanzielle Verlust blieb aus.

„Wir werden mit einer roten Null abschließen“, sagt Uwe Bartel, der gemeinsam mit Jörg Schnevoigt in diesem Jahr zum dritten Mal das Seefest organisiert hat. Will heißen: Es wird wohl keinen Gewinn geben – ein nennenswertes Defizit, das die beiden Vienenburger ausgleichen müssten, erwartet aber ebenfalls niemand.

Unmittelbar nach dem Fest hatte das Duo noch ein Minus in Höhe von 700 Euro befürchtet, weil die Einnahmen durch geringere Teilnehmerzahlen beim Flohmarkt und den Schaustellern niedriger ausfielen. Den Ausgleich ermöglichte die jetzt vorliegende Rechnung der GEMA, die niedriger war als befürchtet.

Unter dem Strich ist damit die Bilanz der eigens für die Fest-Organisation gegründeten Bartel & Schnevoigt GbR ausgeglichen. „Im ersten Jahr hatten wir ein Plus von rund 400 Euro. Im zweiten Jahr fehlten 350 Euro und jetzt sind wir knapp unter Null“, sagt Bartel und ergänzt: „Wir listen unsere Ausgaben und Einnahmen auf und geben alles mit Belegen an die Stadt weiter.“

Dort wird die Buchführung ein erstes Mal kontrolliert, ehe auch das Rechnungsprüfungsamt des Landkreises Goslar einen kritischen Blick auf die Unterlagen wirft. „Die schauen auch, ob der Zuschuss von der Stadt Vienenburg gerechtfertigt ist“, sagt Bartel.

9.500 Euro haben die Organisatoren in diesem Jahr von der Kommune zur Finanzierung erhalten. Dieser Betrag entspricht den Ausgaben für die Bühne, die am Südufer aufgestellt worden ist, sowie den Kosten des Sicherheitsdienstes und des DRK.

Das eigentliche Programm schließlich wird auf den Umfang der Sponsorleistungen abgestimmt. Nachdem klar war, welcher Etat zur Verfügung steht, gingen die Organisatoren auf große Einkaufstour und engagierten sechs Bands, zwei Kapellen, drei Discjockeys, einen Zauberkünstler, einen Kasper und den Wasserskiläufer.

Die dritte Säule der Finanzierung sind die Standgelder. Von diesen Einnahmen müssen alle Genehmigungen, die Werbung, die Müllentsorgung und die GEMA bezahlt werden. Damit nicht genug: Auch für die komplette Wasserrechnung, die 1.000 Euro für die Veranstalter-Haftpflicht und die mobilen Toiletten muss das Geld reichen. Und das Feuerwerk wird ebenfalls aus diesem Topf beglichen.

„Das Feuerwerk hat in diesem Jahr besonders gut gefallen. Das erzählt uns fast jeder zweite Vienenburger“, berichtet Bartel und erklärt sich den Erfolg mit den verbesserten Lichteffekten. Die Raketen wurden verstärkt von einem auf dem See schwimmenden Floß abgeschossen. „Die Kulisse, mit Harly und See, ist traumhaft“, schwärmt Bartel.

Auch über den Zuspruch, den das Seefest in der Bevölkerung gefunden hat, sind die Organisatoren noch immer höchst erfreut. „Der Sonntag ging durch das schlechte Wetter in die Hose. Aber der Freitagabend war so gut besucht, wie nie in den vergangenen zehn Jahren“, sagt Bartel. „Und der Samstagabend war mindestens der beste in den letzten drei Jahren“, ergänzt Schnevoigt. Er macht keinen Hehl daraus, dass er grundsätzlich auch für das nächste Jahr als Organisator zur Verfügung steht: „Wir machen es gerne. Es macht ja auch Spaß.“

Wichtiger als diese Bereitschaft aber sei die Entscheidung über den Zuschuss der Stadt und die Beteiligung der Sponsoren. Falle eines dieser Standbeine weg, sei das Seefest nicht mehr zu leisten, so das Duo.

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