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Vienenburg
Nach 45 Jahren: Bauamtsleiter Christian Schlieben geht in den Ruhestand
VIENENBURG. Nach 45 Jahren im öffentlichen Dienst geht Christian Schlieben am kommenden Dienstag in den Ruhestand. Der Bauamtsleiter wurde in der jüngsten Ratssitzung bereits mit Dankesworten und Präsenten verabschiedet.
Seit 1982 ist der in Solingen aufgewachsene Schlieben in der Vienenburger Verwaltung tätig. Der heute 63-Jährige begann als Leiter des Hauptamtes, mit Schwerpunkt Fremdenverkehr. Schon sieben Jahre später erlebte er mit, wie sich der eiserne Vorhang auch zwischen Vienenburg und Lüttgenrode hob.
Das sei „das Highlight“ seiner gesamten Laufbahn gewesen, sagt Schlieben. Obwohl die Grenze an sich erst mal wenig Eindruck auf ihn gemacht habe, als er nach Vienenburg kam. „Nur wenn man nach Wiedelah hineinfuhr, hatte man immer das ein wenig bedrückende Gefühl, in eine Sackgasse zu fahren“, erinnert er sich. In Wiedelah ist er seit 1984 zuhause.
Bevor er sich seinerzeit auf die ausgeschriebene Stelle in der Verwaltung bewarb, hatte er sich zusammen mit seiner Frau die Stadt und ihre Umgebung genauer angeschaut. Damals, er war noch in der Verwaltung der Gemeinde Marienheide im Kreis Gummersbach tätig, hat er gleich gewusst, dass Vienenburg der richtige Ort für ihn ist.
„Die Kreisstadt Goslar ist nicht weit entfernt, die Landschaft ist schön, und Vienenburg selbst hat mit dem See bei mir gepunktet“, sagt er. Auch die Mentalität der Harzer sei derjenigen im Oberbergischen sehr ähnlich, erklärt er lächelnd: „Bodenständig und ein wenig stur. Ich bin sozusagen von einem Stall in den anderen gekommen.“
Am meisten Freude habe es ihm in seinem Arbeitsfeld Fremdenverkehr gemacht, die Stadt außerhalb der Region bekannt zu machen. Der Auftakt für die mittlerweile zahlreichen Besuche von Rundfunk und Fernsehen in der Stadt sei allerdings eher unschön gewesen – der Einsturz der Vienenburg. Dass sich am Ende seiner Dienstzeit eine gute Lösung für die Burg abzeichne, freue ihn besonders, sagt Schlieben.
Den Ruhestand lässt er gelassen auf sich zukommen. Zuerst will er sich mehr um Haus, Hof, Garten und Hund kümmern. Und Ideen für ehrenamtliches Engagement auf verschiedenen Ebenen hat er auch.
Kommentare
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Nichts persönliches, da ich Herrn Schlieben nicht persönlich kenne. Dennoch sei die Anmerkung gestattet, dass jemand, der nach 45 Jahren im öffentlichen Dienst ausscheidet, sicherlich mehr Reserven für Haus, Hof und Garten hat als ein gleichaltriger Dachdecker oder Maurer. Rente mit 67? Darüber können die Beamten nur lachen. Und dann gibt es noch einen schönen Bericht in der GZ als Sahnehäubchen. Was will uns dieser "Bericht" sagen??
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@harzfreund: Woher nimmst Du diese Erkenntnis , das ein Beamter mehr " Reserven " für Haus , Hof und Garten hat ? Wer 45 jahre lang geistig arbeitet ( das macht man in diesem Job ) , ständig Vorschriften und bestehende Gesetze umsetzen muß , ist nicht weniger geschlaucht nach seinem Berufsleben als ein Maurer oder Dachdecker . Und Besoldung ist , im Vergleich zu freien Wirtschaft , auch nicht überragend . Im Ruhestand gibt es auch nicht die vollen Bezüge . Gönne doch einem Menschen , der 45 Jahre gearbeitet hat seinen wohlverdienten Ruhestand im Alter . Ob das Beamtentum so das Gelbe vom Ei ist möchte ich bezweifeln . Angestellte und Arbeiter im öffentlichen Dienst müssen sich um die Krankenversicherung ihrer Familie nicht kümmern , ein Beamter schon . Da geht dann schon ein Großteil der Besoldung drauf . Und was das " Sahnehäubchen " betrifft , ein öffentliches Danke für den Dienst am Bürger wid ja wohl gestattet sein .
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@harzfreund: Warum sind Sie denn nicht Beamter geworden? Immer nur über die Beamten herfallen, ist mit zu billig. Ein Ruhekissen ist der öffentliche Dienst wahrlich nicht. Auch nicht für den Leiter eines städtischen Bauamtes. Auch ich bin nach 45 Jahren öffentlicher Dienst in den Ruhestand getreten. Es waren mit Sicherheit nicht immer angenehme Jahre. Schön, das es die Beamten gibt. Sonst hätte manch ein Zeitgenosse kein Feindbild. Unsere europäischen Nachbarn beneiden uns darum.
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@harzfreund Fällt ein Handwerker nach Erreichen der Altersgrenze ins Wachkoma? Und ihrer Meinung nach wacht der Beamte da erst aus selbigem auf! Zu viel BILD gelesen!
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in gewisser weise hat harzfreund doch recht... ein beamter kann getrost bis 67 arbeiten da es sich hier i.d.r. um geistige arbeit handelt und ein´arbeiter der kann nicht bis 67 arbeiten da es sich um körperliche arbeit handelt also muss dieser mensch frühzeitig in rente und muss verluste hinnehmen in seiner rente was ja die politik ja auch so möchte...
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Oh Gott, Wolle42, was schreibst Du nur? Du hast offensichtlich nie richtig gearbeitet, sondern immer nur Deinen Dienst geschoben. Ich habe sogar 50 Versicherungsjahre (davon 47 Jahre im öff. Dienst),
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Dieses Bild sagt mehr als tausend Worte! Der Betrachter hat den Eindruck, als würde dieser treue Staatsdiener unter der Last seiner Verantwortung in den nächsten Sekunden zusammenbrechen.
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@Manfred Mund: Ihre letzten beiden Beiträge zeigen deutlich welch Geistes Kind Sie sind.
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Hallo Wolle 42, was ist dummerhaft? Ich bin bei dem Versuch, diese Aussage zu begreifen, wirklich fast in Ohnmacht gefallen. Möchte diese ungleiche Auseinandersetzung (begreifst Du, was ich meine?) zwischen uns beenden. Eugen Roth sagt: Ein Mensch sieht in der Strassenbahn der Reihe nach die Leute (auch Wolle 42) an, jäh ist er zum Verzicht bereit, auf jegliche Unsterblichkeit.
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