Vienenburg

Abriss geht weiter: Riesenbagger knabbert an der Malzfabrik

19.08.2010
Von Detlef Kühlewind

Abriss geht weiter: Riesenbagger knabbert an der Malzfabrik

Der Riesenbagger zerlegt die 30 Zentimeter dicken Stahlbetonwände der Darre. Foto: Hohaus

VIENENBURG. Nach mehreren Verzögerungen und ungeplanten Pausen geht der Abriss der alten Malzfabrik weiter. In der Nacht zu Donnerstag ist schweres Gerät angerollt, mit dem Bagger Friehe bereits am Freitagmorgen die Arbeiten aufnahm. Seither schrumpft die Darre Stück für Stück.

Mächtige Staubwolken sind das deutliche Zeichen dafür, dass es mit den Arbeiten auf der Baustelle an der ehemaligen Malzfabrik wieder vorwärts geht. Nachdem das bisher tätige Abrissunternehmen Nachtragsforderungen gestellt und die Stadt daraufhin den Vertrag gekündigt hatte, sprang Bagger Friehe ein.

Vor zwei Wochen bestellte der Vienenburger Abrissunternehmer in Cuxhaven den benötigten Riesenbagger. Weil für den Schwertransport mehrere Genehmigungen eingeholt werden mussten, konnte das Gerät erst am Mittwoch um 22 Uhr seine Fahrt in die Harlystadt antreten. Auf schwierigen Abschnitten wurde es von einem Polizeifahrzeug begleitet. Gegen 5.30 Uhr traf der Monsterbagger an der ehemaligen Malzfabrik in der Liethbergstraße ein.

Riese braucht vier Tage

Danach ging alles sehr schnell. Bereits am Vormittag nahm der Bagger, an dessen 28 Meter langem Ausleger eine hydraulische Abbruchschere befestigt ist, die Arbeit auf. Stück für Stück knabbert er sich seither zwölf Stunden am Tag von oben durch die 30 Zentimeter dicken Stahlbetonwände der Darre. „Mit der Schere wird das Material zerbröselt und die Stahlbewehrung vom Beton getrennt“, erläutert Geschäftsführer Klaus Friehe.

Der zu Boden fallende Schutt bleibt dort zunächst so lange liegen, bis nur noch etwa fünf Meter des ursprünglich 22,5 Meter hohen Gebäudes stehen. Dann, voraussichtlich am kommenden Dienstag, hat der Riese seine Arbeit erledigt und wird für den Rücktransport beiseite gestellt. Mit einem kleineren Hydraulikbagger gehen die Arbeiten weiter. Parallel dazu beginnt die Sortierung und Abfuhr des Schutts.

Noch drei Wochen

„In drei Wochen ist alles weg“, schätzt Friehe und schränkt ein: „Alles oberirdische. Die Fundamente bleiben.“ Auch die Beseitigung des eigentlichen Fabrikgebäudes östlich der Darre ist derzeit nicht geplant.

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Kommentare

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HarzerJung schrieb am 20.08.2010 01:40

Warum nicht gleich eine Firma, die im Ort ansässig ist.......

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MS schrieb am 20.08.2010 07:19

weil leider immer die devise "geiz ist geil" zählt.das der ortsansässige immer schön brav seine gewerbesteuern zahlt ist unerheblich.blos wenn man es immer so macht haben wir bald keine gewerbesteuern mehr , die es einzunehmen gilt und eine menge arbeitsplätze gehn auch über den jordan.ortsansässige sollten grundsätzlich bevorzugt werden , aber bürokraten haben sich die leider oft gegangene taktik mit dem billigsten angebot ausgedacht.einige kommunen haben es aber schon kapiert , das man sich dadurch mittelfristig das eigene wasser abgräbt.

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harzfreund schrieb am 20.08.2010 07:32

Das ist leider überall dasselbe - aber in Vienenburg brauchen die Verantwortlichen immer erstmal vollendete Tatsachen, bevor sie etwas kapieren (müssen). Unsere Vienenburger Stadtvertreter können im besten Fall noch eine Touristengruppe (wenn es welche gäbe) durchs Rathaus führen, anstatt das Rathaus zu führen.

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studie schrieb am 21.08.2010 09:21

"Vor zwei Wochen bestellte der Vienenburger Abrissunternehmer in Cuxhaven den benötigten Riesenbagger." Äääääh ist denn ein Vienenburger Abrissunternehmer(Bagger-Friehe GmbH) nicht im Ort ansässig? Oder stehe ich auf dem Schlauch, dann hilf mir mal bitte jemand runter.

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harzfreund schrieb am 21.08.2010 11:47

"Nachdem das bisher tätige Abrissunternehmen Nachtragsforderungen gestellt und die Stadt daraufhin den Vertrag gekündigt hatte, sprang Bagger Friehe ein" Da hätte man sich doch besser gleich an den örtlichen Spezialisten wenden sollen...

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KUS schrieb am 21.08.2010 17:51

Hallo studie, ich gebe mir Mühe, damit Sie vom Schlauch steigen können. Die Fima ist hier sicher einigermaßen bekannt und macht ihre Arbeit Tag für Tag ordentlich - mit kleinen und etwas größeren Baggern. Da nicht jeden Tag ein solch harter Brocken wie eine Darre - 30 cm dicker Stahlbeton - abzrueißen ist, hat die Firma sich einen genügend großen Bagger geliehen. Da ich nicht wüßte, wo ich ein solches "Monster" herbekäme, ist es recht, daß die Firma F. das auch für all die anderen übernommen hat, die es ebenfalls nicht wissen. Einen solchen Bagger zu kaufen, lohnt sich vielleicht ab zwölf abzureißenden Malzfabriken im Jahr. Das weiß ich nicht.

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Scaniatrucker schrieb am 24.08.2010 10:37

Nicht nur die Firma Friehe leit sich solche Geräte für solche Arbeiten. Auch Kieswerke, oder Steinbrüche. Es sind eben Maschinen die man nicht jeden Tag braucht weil es nicht immer so dimensional zu geht.

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