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Vienenburg
Ehrgeizige Pläne: Burgfried soll Aussichtsturm werden
Wahrzeichen einer Burg, die schon viel von ihrem Charme eingebüßt hat: Ein Gerüst umrankt derzeit den Turm der Vienenburg. Nach dem jahrelang die Witterung an dem Denkmal nagte, soll jetzt die Sanierung beginnen – und wenn möglich soll der Burgfried auch
VIENENBURG. Lange Zeit war es still um die Vienenburg, doch jetzt tut sich etwas – und das ist weithin sichtbar. Arbeiter haben den Turm eingerüstet. Der soll saniert und möglichst zu einem Aussichtsturm werden – dieses Ziel hat der neue Eigentümer ausgegeben, der vor einigen Wochen einen Teil der Burganlage kaufte.
Der neue Eigentümer ist Dr. Ulrich Frings. Er erwarb von einer Erbengemeinschaft den ehemaligen Kaupeschen Teil der Burg. Frings ist Geologe, kommt aus Franken und ist geschäftsführender Gesellschafter einer international tätigen Beratungsgruppe, deren Schwerpunkt auf Projekten in Schwellen- und Entwicklungsländern liegt.
Am 12. September, zum Tag des offenen Denkmals, will sich Frings Vienenburgs Öffentlichkeit präsentieren – und Einblicke in Räumlichkeiten gewähren, teilt Hans-Joachim Bienert, Allgemeiner Vertreter der Bürgermeisterin, mit und lobt: „Frings schiebt einiges an.“
Bis es so weit ist, wird schon einiges passiert sein. In der kommenden Woche beginnen Statiker, Architekten, Denkmalpfleger und Restauratoren damit, das Bauwerk genau zu untersuchen, unter anderem die Tragfähigkeit des Mörtels, berichtet Margrit Hottenrott. „Der Turm ist ein aufgeschlagenes Buch der Zeit“, vergleicht sie. Ihr Wernigeröder Architekturbüro „Villa Lila“, das sich beispielsweise auch für die Sanierung der Goslarer Lohmühle und der Wernigeröder Fußgängerzone verantwortlich zeichnete, ist mit dem Projekt betraut.
Kommentare
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Traurig, das die Stadt Vienenburg selbst jahrzehntelang nichts für den Erhalt ihres Wahrzeichens, der "Burg ob der Viene" getan hat. Diese Burg, und die ehemals in der Nähe liegenden Teiche haben immer den besonderen Charakter des "Oberdorfes" ausgemacht. Die Teiche sind heute verwildert und ein Großteil der Burg wurde durch eine Wohnanlage ersetzt. Beides keine Wohltat für die Augen. Gut, wenn man noch alte Ansichtskarten und Fotos besitzt. Dann kann man erkennen, das Vienenburg früher ein schönes Dorf mit Stadtrecht war - und heute nur noch eine häßliche Stadt ist.
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Na so häßlich ist Vienenburg doch gar nicht! Aber mit der Burg hast du schon Recht. Gerade die ehemaligen Stallungen sind in einem bedauernswerten Zustand und es ist schön zu sehen, das nun ein frischer Wind durch den Burghof fegt und versäumtes aufgeholt wird! Was dort stört ist der Neubau, der nun gar nicht ins Gesamtbild paßt! Aber so scheint es wohl überall zu sein, neben alte und schöne Gebäude werden überaus häßliche Neubauten errichtet, die den Charme des alten zerstören! Ich freu mich jedenfalls drauf, auf den Turm steigen zu können....auch wenn es wohl noch etwas dauern wird :)
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OK, ich nehme das "häßlich" zurück, aber zu "schön" kann ich mich auch nicht durchringen :-) Da ich meine Kindheit und Jugend im "Oberdorf" verbracht habe, kann ich aber sagen, das es früher schöner war...
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So geht es mir, wenn ich durch Goslar´s Oberstadt fahre! Da war´s früher auch schöner, heute ist alles ziemlich "tot"! Die beiden kleinen Tante Emma Läden, die beiden Kioske sind verschwunden,der Schlachter ebenso.....manchmal ist an dem Spruch das früher alles besser war doch was dran! Warum sind die Teiche eigentlich verlandet?Wurde da der Zufluss dicht gemacht oder....? Ich hab noch ein dickes Buch mit zahlreichen Bilder über das "alte" Vienenburg, u.a. mit Foto´s auf denen zu sehen ist, wie aus den Teichen Eis gebrochen und in Kellern für den Sommer gelagert wurde.Interessante Sache wie es früher aussah :)
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Im "Oberdorf" gab es früher einen Bäcker, einen Schlachter (mit einem Fleischsalat, den es heute nirgends mehr gibt) und einem Einzelhändler. Den Bäcker gibt es heute immer noch. Und es ist immer noch der gleiche Besitzer! Dann gab es noch eine Näherei, die dann später umgezogen ist. Dort wurde u.A. "Uwe-Seeler-Mode" genäht. Der Inhaber und "unser Uwe" waren wohl Freunde, oder zumindest sehr gute Bekannte. An den Teichen haben wir Sommer und Winter gespielt. Im Winter war viel los: Alles was Schlittschuhe hatte, war dann unterwegs. Ich weiß es nicht genau, aber ich glaube die Teiche gehörten der Familie Ehrhard aus Vienenburg (mit einem Fuhrgeschäft zu Millionären geworden). Sie haben die Teiche austrocknen lassen, um dort zu bauen. Später haben sie dann wohl keine Baugenehmigung bekommen. Wenn es jemand besser weiß, kann er es ja posten. Man kann die Teiche nicht mehr reanimieren, da der Abfluss (Mühle-Unter dem Amte-Stromhäusschen-Radau) weg ist.
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Sicherlich ist ein Verschönerung der Burg zu begrüssen. In Vienenburg ist da noch sehr viel zu tun. Da sich Dr. Frings mit Projekten in Schwellen- und Entwicklungsländern auskennt, ist er hier im Land Vienenburg genau richtig. Auch hier gibt es eine Regierung, die es mit jeder Banananrepublik aufnehmen kann. Gebühren werden willkürlich erhöht, um Gelder einzunehmen, die an anderer Stelle sinnlos verprasst werden. z.B. Planungen für eigene Denkmäler, die dann doch nicht errichtet werden (Stadthalle). Wenn die Burg erstmal repräsentativ genug ist, wird es sich die Bürgermeisterin bestimmt nicht nehmen lassen, sich mit auf das Zeitungsfoto zu quetschen - nachdem sie selber darüber jahrelang kein Wort verloren hat.
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Sehr treffend beschrieben, Harzfreund. Wenn alles wieder glänzt, dann werden sich die Politiker, die sich -wie ich schon schrieb- jahrzehntelang nicht um ihr Wahrzeichen gekümmert haben, auch in diesem Glanz sonnen.
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Danke für deine Antwort,Hippy! Schade drum, besonders für die Kinder, denen ja leider immer weniger geboten bzw immer mehr VERboten wird! Ich habe meinen Garten in der Nähe des Oberdorfes und ein kleiner Lebensmittelladen wäre schon toll, aber wegen der immensen Konkurrenz von Lidl & Co nicht überlebensfähig....!
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