Vienenburg

Offizieller Baustart für das Lachs-Informationscenter in Wöltingerode

29.06.2010
Von Andreas Gereke

Offizieller Baustart für das Lachs-Informationscenter in Wöltingerode

Lachsfarben ist das Tuch, das Reinhard Staats (links) und Klosterkammerdirektor Andreas Hesse abhängen. Die Enthüllung der Informationstafel markiert den offiziellen Baustart für das Lachs-Infocenter. Foto: Gereke

WÖLTINGERODE. Eine Idee wird Wirklichkeit: Mit dem Enthüllen einer Informationstafel an der Klostermauer fiel am Dienstagnachmittag der offizielle Startschuss für den Bau des Lachs-Informationscenters. Es entsteht im 300 Jahre alten Mühlengebäude, in einem Jahr soll die Einweihung des rund 800.000 Euro teuren Projekts erfolgen.

„Das Informationscenter soll der Öffentlichkeit die ökologischen Zusammenhänge unserer Fließgewässer näherbringen“, erklärte Reinhard Staats, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Oker. Sie ist Träger des Projekts, eines ihrer Ziele ist unter anderem die Wiederansiedlung des Atlantischen Lachses in der Oker.

Das Center, das erste und einzige für Fließgewässerökologie, soll das Bewusstsein für die Bedeutung der Fische wecken und auf die Bedeutung ihrer Lebensräume hinweisen. Und da sei der Lachs, der sauberes Wasser und ein durchgängiges Flusssystem ohne Behinderungen durch Wehre benötigt, beispielhaft.

Klosterkammerdirektor Andreas Hesse brachte noch einen anderen Aspekt ins Spiel: „Das Infocenter ist ein weiterer Meilenstein, um das Vorhaben zu realisieren, das Kloster vom ausschließlich landwirtschaftlichen Betrieb in einen Erlebnisort zu verwandeln.“

Unter anderem wird das Projekt gefördert mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gemäß der Richtlinie „Natur erleben und nachhaltige Entwicklung“ und des Landes Niedersachsen.

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Kommentare

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kassandro schrieb am 30.06.2010 04:57

Nichts gegen die Wiederansiedlung des Lachses, aber daß da plötzlich 800000€ für ein "Bewußtsein förderndes" Infozentrum zur Verfügung stehen, und das Geld gleichzeitig für viel wichtigere Aufgaben an allen Ecken und Enden fehlt, zeigt, daß unser Hauptproblem nicht fehlende Steuereinnahmen sondern deren richtige Verwendung ist.

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0 schrieb am 30.06.2010 13:56

sind diese Gelder denn tatsächlich Steuergelder???? Kann es nicht sein, das dieses Projekt aus EU Mitteln gefördert wird. Warum soll man denn einen solchen Versuch nicht wagen??? Ob es nun 800.000,-- € sein müssen, bleibt dahingestellt. Einige Angelsportvereine hatten ja schon einmal den Versuch unternommen, junge Lachse in der Oker auszusetzen. Hier blieb ihnen der Erfolg wohl verwehrt. Aber, warum sollte man es nicht erneut versuchen??? Voraussetzung dafür ist jedoch, das der Zugang zum Meer- hier Nordsee- ohne Hindernisse möglich ist. Bisher sollte dieses wohl nicht möglich sein. Wenn man geeignete Wege findet, auf denen der Lachs zu seiner Geburtsstätte zurück findet, durften zumindest Hoffnungen bestehen. Ich wünsche diesesn "Petrijüngern" alles Gute und viel Erfolg. Ich würde mich sehr freuen, einmal einen Lachs aus der Oker essen zu dürfen. Also, macht weiter so, Petri heil

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kassandro schrieb am 30.06.2010 20:25

Die EU-Gelder sind letztlich auch Steuergelder, auch wenn man sagen kann, daß das Geld dann woanders versickert, wenn wir uns darum nicht bemühen. Es dreht sich auch gar nicht um das aussetzen junger Lachse in der Oker, sondern um das "Infozentrum", welches auch noch hohe Folgekosten (Personal) verursacht.

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0 schrieb am 01.07.2010 19:15

richtig, auch EU Mittel sind Steuergelder. Nur dürfte allgemein bekannt sein, das die EU für besondere Projekte auch einen Fond unterhält und hierzu zählt auch die Wiederansiedlung des Lachses. Das Infozentrum ist nicht dafür gedacht, dem Menschen zu zeigen, wie ein Lachs aussieht, sondern nach Möglichkeiten zu suchen, mit möglichst geringen Mitteln der Natur das wiederzugeben, was ihr genommen wurde. Warum gibt es denn Überschwemmungen, weil der Mensch die Flüsse begradigt hat. Durch den Einbau von Wehren in die Flüsse wollte man Staustufen schaffen, um eventuell einen besseren Zugriff auf das Wasser zu haben. Man hat aber nicht bedacht, das hierdurch die gesamte Struktur der Flusslandschaften zerstört wurde. Gibt es in der Oker noch viele Forellen oder andere Fische???? Ich denke mal nicht. Ich kann nur allen denen die Daumen drücken, die hier ein Projekt ins Leben rufen, das darauf aus ist, das die Natur wieder Natur ist. Daher nochmals Petri heil

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HarzerJung schrieb am 01.07.2010 23:45

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HarzerJung schrieb am 02.07.2010 23:33

Ich habe wohl die Grenzen des Kommentierens überschritten, als ich einen Link zum ASV Braunschweig gepostet habe!!! Lachhaft!!! Die Zensur in diesem "Forum" nimmt überhand und ist peinlich. Wenn die GZ weiterführende Links nicht zu läßt frage ich mich, warum!!! Ich habe weder jemanden beleidigt noch irgendwas kritisches geschrieben, sondern lediglich den Lesern die möglichkeit geben wollen, sich weiter zu informieren,was die GZ nicht geschafft hat, denn hier fehlen die weiterführenden Links!Nur einen Bericht schreiben, ohne Hintergrund Informationen ist SINNLOS...... Wen das Thema interessiert, der gebe bei Google die Wörter Oker und Lachs ein und schaue sich den 3. Eintrag vom ASV Braunschweig an (Das Projekt Oker Lachs)

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