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Vienenburg
„Wöltibräu“ darf auch weiterhin „Wöltibräu“ heißen
Prost: Das Bier des Klosterguts Wöltingerode darf auch weiterhin Wöltibräu heißen. Der Streit um den Namen ist beigelegt. Ab dem 8. März ist es im Handel mit neuem Etikett und in einer neuen Flaschengröße erhältlich. Foto: Gereke
WÖLTINGERODE. Der „Bier-Krieg“ mit einem großen Brauereikonzern ist beendet, die Friedenspfeife geraucht. Das Klostergut darf sein Gerstensaft-Erzeugnis weiterhin „Wöltibräu“ nennen. Zur Feier des Ereignisses erhält die Bierflasche auch gleich eine neue Größe und ein neues Erscheinungsbild.
Kern des Streits: Anwälte sahen die Namensrechte an dem Braunschweiger Bier „Wolters“ verletzt und in dem Begriff „Wölti“ eine Verniedlichungsform für ein Wolters, befürchteten Verwechslungen. Der Fall beschäftigte auch das Deutsche Patent- und Markenamt München. Längere Zeit hing das Verfahren in der Schwebe. Klostergut-Administrator Günther Heuer-Brockmann: „Die Zukunft des Bieres stand infrage.“
Jetzt folgte aber fürs Kloster der Abschluss des Namensstreits: „Wir haben einen Vergleich geschlossen, das Ganze ist sehr, sehr positiv gelaufen“, erklärt er. Das Klostergut darf sein Erzeugnis weiterhin Wöltibräu nennen, sollten weitere Marken auf den Markt gebracht werden, ist das mit den Braunschweigern abzuklären.
Die Verträge unterzeichneten beide Seiten Ende Januar. „Wolters war sehr kulant. Ihre Ansicht: Wir sollten uns als regionale Anbieter nicht gegenseitig bekämpfen. Und Wolters wollte als Förderer, und nicht als Streithahn der Region gelten“, lautet Heuer-Brockmanns Fazit.
Freie Fahrt also fürs Wöltibräu. Das wird jetzt in einer anderen Brauerei hergestellt und kommt nun aus der Gräflich zu Stolberg’schen Brauerei Westheim in Hessen. Umgestellt wird auch die Flaschengröße – statt in einer 0,5-Liter-Flasche wird das Bier nun in 0,33er-Flaschen abgefüllt. Neu sind die Etiketten, auch gehören die Holz-Bierkästen der Vergangenheit an. Erhältlich ist das neue Flaschen-Wöltibräu im Handel ab 8. März.
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