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Braunlage
Sternengefunkel über der Jordanshöhe
ST. ANDREASBERG. Mehr als 30 Teleskop-Besitzer verwandelten jetzt die Kuppe, auf der die idyllischen Neigenfindtschen Bergwiesen liegen, für zwei Tage in eine fast normale Zeltstadt. Zwischen den Wohnmobilen ragten die zylindrischen Fernrohre auf, eine Welt für sich, die die Welt da draußen entdecken will.
Was machen Hobby-Astronomen bei Licht? Sie schauen in die Sonne. Der dunkelrote Rand wabert glühend, Protuberanzen wirbeln vor den Augen der Erdbewohner, die sich am Samstag auf der Jordanshöhe zum St. Andreasberger Teleskoptreffen STATT 2010 eingefunden haben.
In St. Andreasberg ergibt das Sky-Quality-Meter in dieser Nacht trotz Dämmerung und Wolken 21.1 mag/arcsec², stellt Dr. Andreas Hänel fest. In seinem Vortrag über Darks Sky Parcs lobt der Wissenschaftler von der Uni Osnabrück und Leiter der Fachgruppe „Dark-Sky–Initiative gegen Lichtverschmutzung“ in der Vereinigung der Sternfreunde (VdS) die Dunkelheits-Qualität um St. Andreasberg. Zum Vergleich: Die Himmelshelligkeit Namibias liegt bei knapp 22.
Einige Mängel in der gegenwärtigen Beleuchtung der Bergstadt zählt er auf, weist aber darauf hin, dass ohnehin im Zuge des anstehenden Verbots der Quecksilberdampflampen eine Sanierung der Stadtbeleuchtung erfolgen müsse.
Auch die Hobby-Astronomen auf der Jordanshöhe bestätigten den guten Blick, die teilweise vor lauter Sternengefunkel Schwierigkeiten haben, das gewohnte Muster am Himmel wiederzuerkennen. Das zeige, dass der Verein mit der Standortwahl für die künftige Sternwarte goldrichtig liege, meint Vorsitzender Dr. Hermann Fischer erfreut.
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