Braunlage

Ausbesserung der Sportplatz-Schäden bereitet Sorgen

09.07.2010
Von Werner Beckmann

Ausbesserung der Sportplatz-Schäden bereitet Sorgen

ST. ANDREASBERG. Der neue Zaun schützt weiter einen kaputten Platz. Der Sportplatz am Samson entwickelt sich immer mehr zum Musterbeispiel für den Satz „Zum Sterben zu viel, zum Leben zu wenig“. Weder ist eine Vollsanierung drin, noch wäre eine gänzliche Umgestaltung zu bezahlen. Und für Flickarbeiten findet sich kaum eine Firma.

Geld ausgeben kann manchmal, richtig schwierig sein. 67.000 Euro fließen aus dem Konjunkturpaket II genannten „Krisen-Topf“ nach St. Andreasberg, noch einmal 9.160 Euro muss die Bergstadt als Eigenanteil aufbringen. Insgesamt 76.160 Euro können also in den Sportplatz am Samson investiert werden. Ein Teil ist bereits im vergangenen Jahr in die Ausbesserung des Zaunes und der Tribünenstufen geflossen. Und dann ging es nicht weiter.

Mehrere Fachfirmen, die auf Kunstrasen spezialisiert sind, machten einen Rückzieher. Klarer Grund: Das Konjunkturpaket überschwemmt gerade viele Handwerksfirmen mit Arbeit. Da ist dann offenkundig ein Flickauftrag aus dem Oberharz nicht interessant genug.

Bauamtsleiter Fred Trawny hat allerdings ein Angebot einer Firma vorliegen, das derzeit von der Verwaltung geprüft wird. Viel mehr als ein „Flicken auf einer kaputten Hose“ könne angesichts der Schäden und der zur Verfügung stehenden Mittel bei der ganzen Aktion ohnehin nicht herauskommen. „Das ist wie bei einem Teppich, man wird immer sehen, welches Stück neu eingesetzt wurde“, so Trawny. Wirklich helfen würde wohl nur eine Totalsanierung des 1989 gebauten Kunstrasenplatzes, für die aber kein Geld da ist.

Genau diese Überlegung hatte dann dazu geführt, dass die Politik in ihrem Beschluss etwas ins Wanken geriet und Hans-Dieter Lambertz (CDU) der Diskussion mit einer ganz neuen Idee eine ganz andere Richtung gab. Da das Großfeld ohnehin selten genutzt werde, solle lediglich ein Kleinfeld saniert werden. Die frei werdende Fläche könne für Freizeitanlagen vom Basketballfeld bis zum Abenteuerspielplatz genutzt werden, um den Bereich um den Samson für Wohnmobilisten attraktiver zu machen.

Gedruckte GZ: Wie die Verwaltung zu diesen Ideen steht, lesen Sie in der Samstag-Ausgabe.

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