Braunlage

Großfeuer in Oderbrück: Versicherung lobt 10.000 Euro Belohnung aus

08.07.2010
Von Michael Eggers

Großfeuer in Oderbrück: Versicherung lobt 10.000 Euro Belohnung aus

ODERBRÜCK. Die Ermittlungen der Polizei gegen den Brandstifter von Oderbrück laufen auf Hochtouren. Zur Aufklärung des Großfeuers hat die Versicherung jetzt eine Belohnung von 10.000 Euro für Hinweise ausgesetzt, die zur Ergreifung des Täters führen. Das Gasthaus des kleinen Ortsteils war am 15. Juni abgebrannt.

Nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen, bei denen sowohl Polizei als auch Versicherung Brandsachverständige einsetzten, gehen die Behörden von vorsätzlicher Brandstiftung als Brandursache aus. Unter anderem sollen Brandbeschleuniger eingesetzt worden sein. Zudem soll das Feuer mindestens an zwei Stellen gleichzeitig ausgebrochen sein. Vom Täter fehlt allerdings jede Spur. Den Unbekannten hoffen die Ermittlungsbehörden nun über die Belohnung zu schnappen.

In diesem Zusammenhang teilt Michael Ahrens, Sprecher der Polizei in Goslar, mit, dass sich der Mofafahrer, der gleich am Tag nach dem Brand gesucht worden war, mittlerweile gemeldet habe. Nach ihm würden die Beamten nicht mehr suchen.

Der 58-jährige Gastronom, der die Einrichtung als Pächter betreibt, befand sich im Urlaub, als das Hotel-Restaurant in Flammen aufging. Aus diesem Grund waren keine Gäste in dem Haus, und es ist niemand verletzt worden. Den Sachschaden, der bei dem Großfeuer entstanden ist, schätzt die Polizei nach wie vor auf mehr als 150.000 Euro.

Hinweise aus der Bevölkerung zu der Tat nimmt die Polizeiinspektion in Goslar unter der Rufnummer (05321) 339-0 entgegen. Sprecher Ahrens weist allerdings darauf hin, dass die Versicherung die 10.000 Euro Belohnung nur zahle, wenn der Täter rechtskräftig verurteilt werde.

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Kommentare

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kassandro schrieb am 08.07.2010 20:51

Auch bei dem nächtlichen Brand in Andreasberg vor ein paar Jahren war der Besitzer auf Urlaub. Er hat danach einen längeren Zusatzurlaub angetreten.

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KUS schrieb am 08.07.2010 22:37

Korrelationen sind weder Beweise noch Zusammenhänge. Wie vielen Menschen ist die Hütte, das Haus, die Existenz genau dann abgebrannt, als sie im Urlaub oder einfach mal nicht da waren? Daß die ein Dach über dem Kopf brauchen, ist sicher klar - doch "Knast für alle"? Warum fressen schwarze Schafe weniger als weiße? Weil es mehr weiße gibt! Also bitte, Herr/Frau kassandro: Das Urteil fällt sowieso ein Richter. Oder wurde Australien etwa von allen Bewohnern Londons bevölkert, die den Stadtbrand im Jahre 1666 überlebten, aber verursacht haben könnten? In vielen Hotels liegen Streichholzbriefchen herum. Ist das eine versteckte Anstiftung? So viele Fragen ...

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kassandro schrieb am 08.07.2010 22:58

Lieber Kuss, ich hab hier keine Beweise oder Zusammenhänge hergestellt. Es handelt sich zunächst nur um eine auffällige Koinzidenz, die sich humorvoll aufbereiten läßt. Die meisten Brandstiftungen dieser Art werden leider nicht aufgeklärt. Die Brandrodung der Oberharzer Toursimus-Infrastruktur geht weiter,

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KUS schrieb am 09.07.2010 21:50

Hallo kassandro, ich halte nichts von Schlagabtausch. Meine Meinung ist durchaus beeinflußbar, doch bedarf das einer gewissen Handfestigkeit der Argumente oder Äußerungen anderer. Gerade die fehlenden Beweise und Zusammenhänge habe ich bemängelt.

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kassandro schrieb am 10.07.2010 00:10

Wie schon gesagt, werden die meisten dieser Brandstiftungen leider nicht aufgedeckt. Der Fall in Andreasberg war eine Ausnahme. Irgendwann werden die Versicherungen eben keine Hotels und Restaurants im Harz mehr versichern oder die Prämien werden so hoch sein, daß sie sich keiner mehr leisten kann, was aufs selbe hinauskommt.

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KUS schrieb am 10.07.2010 17:16

Nomen est omen. Wie wäre es mit dem Artikel "Feuer auf Autozug"?

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