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Braunlage
Gesundheitszentrum „Lanserhof“ steht auf der Kippe
ST. ANDREASBERG. Während für die Rehbergklinik Perspektiven entwickelt werden, sieht es für das Gesundheitszentrum Lanserhof auf dem Hallenbad-Gelände eher düster aus. Ohne ein klares Signal aus Hannover, das eine Förderung von zumindest 5 Millionen Euro garantiert, so Ahmed Djabbari, müssten die Pläne am Standort St. Andreasberg beerdigt werden.
Die Voraussetzungen für die Schaffung des noblen Gesundheitsressorts, so Djabbari, hätten sich seit dem Start der Planungen vor gut anderthalb Jahren beständig verschlechtert. Aktuell sei die Rede von maximal 2 Millionen Euro – mit denen das Projekt aber nicht zu realisieren sei.
Für die Projektplaner der Djabbari Real Invest (DRI) ist die Entwicklung offenkundig schwer nachvollziehbar. Dies insbesondere auch, da der Lanserhof Harz als viel gepriesener „Leuchtturm“ perfekt in das Konzept der Gesundheitsregion Harz passe und entsprechend stark auch gerade von Landrat Stephan Manke in Goslar unterstützt worden sei.
Dagegen halte sich das Land nach anfänglich eindeutigen Aussagen nun mit konkreten Zusagen zurück. Genau eine solche Zusage über 5 Millionen Euro Fördermittel aber sei bis September dringend erforderlich, solle das Finanzierungskonzept für das 36-Milionen-Euro-Projekt und damit das Vorhaben selbst „an diesem Standort in den alten Bundesländern“ nicht scheitern.
Damit wäre allerdings, so betont Ahmed Djabbari, in keinem Fall eine generelle Abkehr von der Bergstadt und der Region verbunden. Mit dem nun vollzogenen Kauf der Rehbergklinik habe er in dieser Richtung auch ein Zeichen setzen wollen. Wobei Djabbari unumwunden einräumt, dass eine parallele Realisierung beider Vorhaben Synergieeffekte zeitigen könnte, die beide Vorhaben wirtschaftlich noch interessanter werden ließen.
Gedruckte GZ: Wie die weiteren Planungen um die Rehbergklinik aussehen, lesen Sie in der Samstag-Ausgabe.
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Kommentare
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Irgendwie kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, daß das Lanserhof-Luftschloß nur dazu diente die Rehberg-Klinik billig zu erwerben. Obwohl die Rehberg-Klinik auch vier Jahre nach der Stilllegung in einem guten Zustand ist - hier muß man den Altbesitzer ausdrücklich loben - so strahlt sie doch nach außen den etwas verblichenen Charme der 70er Jahre aus. Deshalb bin ich recht skeptisch, ob hier wirklich eine profitable Nutzung möglich ist. Das ursprüngliche Konzept, wo der Lanserhof mit seiner avantardistischen Architektur die Leute anlockt, die dann größtenteils in der Rehberg-Klinik untergebracht werden, machte hier mehr Sinn.
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