Braunlage

Rat der Bergstadt St. Andreasberg stimmt dem Fusionsvertrag zu

15.06.2010
Von Werner Beckmann

Rat der Bergstadt St. Andreasberg stimmt dem Fusionsvertrag zu

ST. ANDREASBERG. Die wichtigsten Nachrichten hatten mit dem eigentlichen Thema der Ratssitzung gar nichts zu tun. Die Wiedereröffnung der Apotheke zum 1. August, die Nachricht vom vollzogenen Verkauf der Rehbergklinik und die überarbeiteten Pläne für den Lanserhof jedoch stützen die Aufbruchsstimmung, die den Fusionsprozess mit Braunlage mittlerweile begleitet.

„Wir haben hart gepokert und am Ende festgestellt, dass unser Gegenüber kein Geld in den Taschen hat. Die Partie ist beendet“, konstatierte FDP-Ratsherr Hans Bahn angesichts des neuesten Vertragsentwurfs aus Hannover. Bis zu knapp 10 Millionen Euro will sich das Land die Entschuldungshilfen kosten lassen. Und es verpflichtet sich weiterhin, die Städtebauförderung in Braunlage fortzusetzen. Zudem sollen mit Hilfe aus Hannover die Wintersportangebote in Braunlage, St. Andreasberg und Hohegeiß verbessert werden.

Verbessern wird sich derweil defintiv die Situation um die leer stehende Apotheke, diese Nachricht brachte CDU-Ratsherr Hans-Dieter Lambertz mit. Die Apotheke werde zum 1. August wieder ihre Pforten öffnen. Eine wichtige Nachricht, die der Rat mit Beifall aufnahm. Und mit einem dringenden Appell an die Bürger der Bergstadt verband, das Angebot zu nutzen und damit dazu beizutragen, den Bestand einer Apotheke in der Stadt zu sichern.

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Kommentare

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kassandro schrieb am 16.06.2010 04:36

Die Aufbruchsstimmung gibt es nur bei den Politikern, die endlich wieder mehr "finanziellen Spielraum" haben und außerdem die zukünftigen Steuererhöhungen nicht mehr groß begründen müssen, denn diese sind ja ebenfalls vertraglich festgelegt. Speziell für Andreasberg kann man eigentlich trotz der Apotheken-Wiedereröffnung einen beschleunigten Niedergang vorhersagen. Die Stadt sinkt einwohnermäßig immer mehr unter die kritische Grenze und gleichzeitig steigen die Gewerbeabgaben. Lanserhof und Rehberg-Klinik (beide auch noch in der Hand desselben "Unternehmers") sind klassische Subventionsprojekte, von deren Erfolg nur kranke Politikerhirne träumen können.

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