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St. Andreasberg
GLC-Chef beobachtet Fusionsdebatte interessiert
BRAUNLAGE. Interessiert, aber erkennbar gelassen beobachtet Martin Weigel, Vorstandsvorsitzender der GLC Glücksburg Consulting Group, die Diskussionen rund um die geplante Fusion zwischen Braunlage und St. Andreasberg.
Er wartet gerade in St. Andreasberg mit stolzen Gästezahlen und klaren Vorstellungen für die Zukunft auf.
Den politischen Denkspielen um den touristischen Sektor misst Martin Weigel aktuell keine so große Bedeutung bei. Das Augenmerk der GLC gelte der touristischen Entwicklung des Oberharzes und der Bergstadt. Gerade in St. Andreasberg habe in vergleichsweise kurzer Zeit viel erreicht werden können, die bemerkenswerten Zuwächse in den Gästebilanzen des vergangenen Jahres seien jedoch nicht mehr und nicht weniger als die Basis, die das engagierte GLC-Team im Harz gelegt habe, um jetzt darauf aufzubauen.
Viel Zusammenarbeit
Auf dem Weg zur Fusion gebe es allein im Kernbereich der Verwaltungen so viel zu tun und aufeinander einzuspielen, dass er nicht davon ausgehe, dass die Politik diesen schwierigen Prozess zusätzlich mit Diskussionen um die touristische Infrastruktur befrachtet. Wobei er persönlich durchaus auch die Gefahr sehe, einen solchen Fusionsprozess zu „überfrachten“.
„Überhaupt kein Problem“ habe die GLC auch jetzt bereits mit Kooperationen über die nach dem „Glücksburger Modell“ arbeitenden Harzer Urlaubsziele hinaus. Die fünf Oberharzer sowie St. Andreasberg und seit kurzem auch Bad Sachsa seien beispielsweise auf Messen ständig mit Partnern unterwegs – insbesondere mit Braunlage. Mit anderen Harzer Städten wie vor allem Bad Harzburg werde im logistischen Bereich wie dem gemeinsamen Online-Buchungsverbund und dem GLC-Call-Center zusammengearbeitet.
Gemeinsam Geld zu sparen, um es in den Tourismus und damit in neue Gäste investieren zu können, sei eine Aufgabe, der sich alle Orte zu stellen hätten. Die GLC werde solche Chancen nicht verstreichen lassen und ihrerseits allen denkbaren Partnern beständig Offerten wie bei den gemeinsamen Messebesuchen unterbreiten. Sollte in Braunlage eine Marketing GmbH gegründet werden und sich dabei aufgrund der privatwirtschaftlichen Strukturen weitere Kooperationsmöglichkeiten ergeben, würde die GLC dies ausdrücklich begrüßen.
Gedruckte GZ: Wie Weigel die Zeit nach dem möglichen Vertragsende sieht, lesen Sie in der Montag-Ausgabe.
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