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Braunlage
Gutes Wochenende wird durch „Winterwarnungen“ etwas getrübt
OBERHARZ. Dieser Winter verwöhnt die Tourismusbranche. Wobei der Andrang am Sonntag bei Kaiserwetter nicht ganz jene Ausmaße annahm, die viele erwartet hatten. Dazu beigetragen haben dürften neben dem Schulferienwechsel Rundfunkansagen, in denen empfohlen wurde, nicht Auto zu fahren.
Die „Landesbehörde rät, möglichst auf Autofahrten zu verzichten“. Der akute Steusalzmangel war Anlass für die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, am Freitag in einer Pressemitteilung darauf hinzuweisen, dass über das Wochenende nur begrenzt gestreut werden könne. Dies dürfte einiges an Tagesgästen gekostet haben.
Dennoch könne unter dem Strich ein „wieder gut besuchtes Wochenende“ bilanziert werden, erklären Dirk Nüsse von der Wurmbergseilbahngesellschaft und Karsten Otto von den Alberti-Liften. Dieser Einschätzung schließen sich auch die Touristinformationen an.
Eine weitere und erfreuliche „Auffälligkeit“: „Wir verzeichnen derzeit deutlich mehr Gäste, die zwischen fünf und sieben Tagen bleiben“, konstatiert nicht allein Karen Ruppelt in St. Andreasberg. Eine Tendenz, die nach den Jahren, in denen die durchschnittliche Aufenthaltsdauer immer weiter schrumpfte, sehr erfreut zur Kenntnis genommen wird.
Diese Entwicklung wiederum resultiert sicher neben dem Top-Winter auch aus den Ferienfolgen. An diesem Wochenende mussten zwar Gäste aus Berlin, Brandenburg und Thüringen die Koffer packen, an deren Stelle allerdings rücken jetzt offensichtlich Urlauber aus Sachsen-Anhalt, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern, wo die Winterferien gerade beginnen.
Unterdessen kämpfte gerade auch Miriam Fuchs vom Harzer Tourismusverband an allen medialen Fronten gegen die „unsäglichen Wetter- und Straßenmeldungen“, die im Harz seit Jahren für Verärgerung sorgen, scheinbar aber unausrottbar sind. Erstaunliche Wettervorhersagen und merkwürdige Verkehrswarnungen werden die Tourismusbranche erkennbar weiter beschäftigen.
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