Seesen

Ölspur auf der A7 sorgt für kilometerlangen Stau

24.06.2010
Von Andreas Gereke

RHÜDEN. Ein geplatzter Reifen auf der Autobahn 7 ließ am Mittwochabend vermutlich einigen Verkehrsteilnehmern den Kragen platzen – denn eine Verkettung unglücklicher Umstände führte für Fußball-Fans zu einem Super-GAU: ein Stau und das Verpassen des entscheidenden deutschen WM-Vorrundenspiels.

Einem Lkw, der auf der A7 in Richtung Süden unterwegs war, platzte gegen 18 Uhr ein Reifen. Ein zweiter Lkw fuhr über die Reifenteile und riss sich dabei einen Luftschlauch der Druckluftanlage ab. Ein dritter Lkw riss sich durch die hochgeschleuderten Teile am Tank die Dieselleitung ab und verteilte den Kraftstoff über die Fahrbahn.

Ohne dass der Fahrer dies zunächst merkte, setzte er seine Fahrt fort, bis er nach etwa 600 Metern den Dieselverlust bemerkte und anhielt. Er alarmierte sofort die Polizei und die Feuerwehr. Doch bis die Rettungskräfte eintrafen, flossen mehr als 500 Liter Diesel über die Autobahn.

Da der am liegen gebliebenen Lkw vorbeifahrende Verkehr den Diesel immer weiter verteilte und ein gefährlich glatter Schmierfilm entstand, sperrte die Autobahnpolizei die A7 in Fahrtrichtung Süden komplett. Dadurch staute sich der Verkehr auf der A 7 vor der Anschlussstelle Bockenem auf einer Länge von rund 10 Kilometern.

„In diesem Stau verpassten sicher Hunderte Verkehrsteilnehmer das rechtzeitige Nachhausekommen, um das Fußballspiel Deutschland gegen Ghana sehen zu können“, mutmaßte die Autobahnpolizei Hildesheim.

Die Beamten beziffern den entstandenen Schaden mit mehr als 100.000 Euro. Erst gegen 0.30 Uhr konnte die Polizei die Vollsperrung in Richtung Süden wieder aufheben.

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