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Schladen
Außenstelle des Pro-Aktiv-Centers: Kaum Jugendliche in der Beratung
Außenstelle des Pro-Aktiv-Centers: Kaum Jugendliche in der Beratung
Rund 100 Tage ist es alt, das Angebot im Jugendraum Schladen. An zwei Nachmittagen im Monat sitzt dort Berater Christoph Thiem, um Wege zum Schulabschluss aufzuzeigen, Bewerbungstipps zu geben oder auch bei Geldsorgen helfen. Eine vergleichbare Beratungsstelle in Schöppenstedt funktioniert seit Jahren. In Schladen allerdings hält sich der Andrang in Grenzen.
Nur fünf Jugendliche seien seit dem Start da gewesen, sagt Thiem. Wichtige Themen seien Berufswahl und Probleme bei der Lehrstellensuche gewesen. Plakate unter anderem im Jugendraum wiesen auf das Angebot hin, doch offenbar reiche solche Werbung nicht aus.
Laut Ruppelt sollen deshalb künftig verstärkt Jugendpfleger aus den umliegenden Orten eingebunden werden. Zudem solle Thiem mehr in die Rolle eines Streetworkers schlüpfen und beispielsweise Jugendliche am Bahnhof ansprechen.
Sorgen bereitet den Verantwortlichen neben dem geringen Interesse auch die Finanzierung. Denn: Der Anteil der Arge, die gemeinsam mit dem Landkreis die Hälfte des 352.000-Euro-Etats für das Wolfenbütteler Pro-Aktiv-Center bestreitet, ist nur noch bis Ende Juni gesichert. Dann läuft der Kooperationsvertrag aus. Wie es danach weitergehe, sei offen, warnt Projektleiterin Ruppelt. "Wir sitzen alle ein bisschen auf den Schleuderstühlen."
Hintergrund ist ein Konflikt um die Finanzierung staatlicher Aufgaben, über den laut Arge-Geschäftsführer Ulrich Nehring gegenwärtig zwischen Arbeitsagentur, Bund und Land verhandelt wird. Vom Ausgang dieser Gespräche dürfte es abhängen, wie sehr die Arge das Pro-Aktiv-Center künftig noch unterstützen kann.
Vor dem Aus stehe das Schladener Beratungsangebot deswegen jedoch nicht, betont Nehring: "Ich gehe davon aus, dass wir einen Weg finden. Die Pro-Aktiv-Center machen einen wichtigen Job."
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