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Hornburger Radsportgruppe auf dem Weg in die italienische Partnerstadt
HORNBURG. Stramme Waden werden sie brauchen, reichlich Getränke bei der Sommerhitze und vor allem viel Sitzfleisch. Am Samstagmorgen sind die Radsportler des MTV Hornburg in ihre italienische Partnerstadt Montelabbate aufgebrochen – und zwar auf dem Fahrrad.
16 Fahrer muten sich diese Strapaze zu. Trainiert haben sie für die fast 1.400 Kilometer lange Strecke schon seit dem Frühjahr. „Manche aus der Gruppe haben seit April mehr als 5.000 Kilometer im Sattel zurückgelegt“, berichtet Fritz Sengpiel anerkennend. Er ist einer der Urgesteine dieser Radfernfahrt, die 1987 durch ihn ins Leben gerufen wurde.
Damals hatten sich die Hornburger auf den Weg gemacht, um den Partnerschaftsvertrag der beiden Städte in Italien gegenzuzeichnen. „Wir wollten aber nicht nur mit einer Delegation anreisen, sondern möglichst viele Hornburger mit einbinden. Außerdem sollte die Reise dorthin etwas spektakulärer sein als einfach nur mit einem gemieteten Reisebus dort anzukommen“, erklärt Sengpiel, wie diese etwas abenteuerliche Idee entstanden ist.
Damit die Fahrer diese sportliche Höchstleistung überhaupt durchhalten können, wird unterwegs selbstverständlich mehrfach Station gemacht. Insgesamt stehen elf Etappenziele auf der Liste, unter anderem Fulda, Würzburg, Seefeld in Tirol und San Marino. Zum jeweiligen Rahmenprogramm gehören Stadtführungen und Ausflüge. „Bei aller Sportlichkeit darf doch die Kultur nicht zu kurz kommen“, so Sengpiel weiter.
Trotz der eingeplanten Pausen müssen die Teilnehmer Unglaubliches leisten. Pro Reisetag gilt es, zwischen 111 und 172 Kilometer zurückzulegen. Zum Vergleich: Bei der Tour de France legen die Radsportprofis auch „nur“ um die 200 Kilometer pro Tag zurück.
Die Ankunft in Montelabbate ist für den 31. Juli um die Mittagszeit geplant. Die Italiener sehen, so die Veranstalter, dem Ereignis schon jetzt mit großer Freude entgegen. „Das ist immer ein Riesenspektakel dort“, sagt Sengpiel. Die Tour findet in diesem Jahr zum sechsten Mal statt.
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