Schladen

Samtgemeinde wertet neues Jugend-Projekt als Erfolg

07.07.2010
Von Andrea Leifeld

Samtgemeinde wertet neues Jugend-Projekt als Erfolg

SCHLADEN. Es läuft rund in der Jugendarbeit der Samtgemeinde und die Lösung aller Probleme scheint offenbar mit dem „SMS“-Projekt gefunden. SMS steht für „Street meets Schladen“ und wurde zum Leitbild erfolgreicher Jugendarbeit.

Dabei liegt die problematische Zeit noch nicht allzu weit zurück: „Immer wieder hatten wir Probleme mit den Jugendlichen“, kann sich Samtgemeindebürgermeister Andreas Memmert noch lebhaft an zahllose Bürgerbeschwerden beim Ordnungsamt über Krawall, Alkoholkonsum und Pöbeleien erinnern. Vor allem in den Sommermonaten vergangener Jahre war die Anruferliste beständig lang.

Mit der Idee der „aufsuchenden Sozialarbeit“ holten sich die Schladener schließlich im vergangenen Herbst kompetente Unterstützung durch die Wolfenbüttler Jugendpflegerin Heike Küsel in die Samtgemeinde. Binnen weniger Wochen baute die geschulte Sozialarbeiterin Kontakte zu den Jugendlichen auf und erstellte einen Fragebogen, der die Probleme, aber auch die Wünsche der Jugend offenbarte.

Allen voran thronte der Wunsch nach einem Treffpunkt. So wurde nicht nur der Bolzplatz am Taternberg mit einem regelmäßigen, attraktiven Angebot (Grillen, Fußball, Gesellschaftsspiele) wiederbelebt, sondern auch unter Mithilfe von vier Streetworkern zusätzliche Betreuungszeiten für eine neue Jugendgruppe im Schladener Jugendzentrum (Schulstraße 7) geschaffen.

Abwechselnd stehen Sarah Fischer, Susanne Penseler, Thomas Findeklee und Roland Rupp als Mitarbeiter der SMS-Projektgruppe am Montag und Mittwoch den Jugendlichen als Ansprechpartner in allen Lebenslagen zur Verfügung. „Das läuft ganz unkompliziert ab“, erklärt Sarah Fischer. „Entweder sind wir von 15.30 bis 19.30 Uhr im Jugendraum oder hier auf dem Platz.“ Ein schlichter Zettel an der Tür weist den Jugendlichen gegebenenfalls den Weg.

In jüngster Vergangenheit wurden im SMS-Projekt die alte Bushaltestelle neu gestrichen und mit einem SMS-Schriftzug versehen sowie auch einige Holzbänke gebaut. Dabei blieben auch die „Problem“-Jugendlichen von einst der Gruppe treu. Aktuell sind 50 Jugendliche als regelmäßige Gäste erfasst.

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