Schladen

Retter stürzen sich in kalte Fluten

16.05.2010
Von Susanne Fricke

Retter stürzen sich in kalte Fluten

SCHLADEN. Mit elf Mannschaften startete am Samstag der Schlauchbootrettungscup der DLRG Schladen. Das Anbaden fiel bei den niedrigen Temperaturen eher dürftig aus. Bei starkem Wind und acht Grad trauten sich nur die vier Männer des DLRG-Teams aus Üfingen ins Wasser.

Beim Rettungscup seien sieben Teams weniger als im Vorjahr am Start gewesen, berichtete Vereinsvorsitzender Bernd Downar. Dennoch verfolgten viele Zuschauer das nasse Treiben und feuerten ihre Favoriten an. Etliche wärmten sich mit Decken, dicker Kleidung und Heißgetränken. 13 Grad kalt war der Badeteich. „Im vergangenen Jahr hatte der Teich knapp 18 Grad, im Durchschnitt sind es 16 Grad“, sagte DLRG-Vorstandsmitglied Heiner Balke.

Mehr oder weniger elegant hechteten die vierköpfigen Mannschaften ins Schlauchboot. Dann galt es, eine markierte Strecke zu bewältigen, dabei eine rund 30 Kilogramm schwere, glitschige Plastik-Puppe zu bergen und diese auf der gegenüberliegenden Teichseite am Steg abzulegen. „Jungs, das könntet ihr sein“, scherzte der Kommentator angesichts der derben Würfe, mit denen das vermeintliche Opfer oftmals an Land gebracht wurde.

Einige Rückschläge musste die DLRG-Mannschaft aus Sickte einstecken. Nachdem ihr bereits ein Sturz die Startzeit vermiest hatte, musste sie die Puppe nach einem Fehlwurf auch noch ein zweites Mal mit einem Sprung aus dem kalten Wasser holen.

Schwierigkeiten machte manchen Teilnehmern nicht nur der starke Wind, sondern auch die geforderten Wendemanöver, falsche Gewichtsverteilung, falsche Haltung der Paddel, herausgehaltene Beine, die bremsend wirkten oder einfach fehlende Koordination. So verspielten die Vorjahressieger „Die Läufer – DLRG Schladen“ die Chance auf eine gute Platzierung, als sie auf der Zielgeraden mehrfach vom Kurs abwichen. „Ich glaube, die wollten die Puppe wieder zurückholen“, sagte Balke.

Es siegte der Zweitplatzierte des Vorjahres, die DLRG Üfingen, mit einer Bestzeit von drei Minuten und sieben Sekunden, gefolgt von dem Agrar-Team und den DLRG-Jungen.

Zum Abschluss des gelungenen Saisonauftaktes tanzten sich die Teilnehmer und Gäste bei der abendlichen Schlauchboot-Disco mit DJ Elvis bis Mitternacht wieder warm. Für 40-jährige DLRG-Mitgliedschaft geehrt wurden bereits vor dem Rettungscup Falko Feldmann und Ingo Ahrens.

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