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Schladen
Solarstrom legt im Nordharz kräftig zu
SCHLADEN. Im Nordharz boomt die Solarenergie. Besonders im vergangenen Jahr war laut Versorger Harz-Energie ein starker Zuwachs zu verzeichnen. Der Schladener Solar-Unternehmer Alexander Kaub pflichtet bei: „Wir haben 100 Prozent Wachstum.“
Mehr als 50 neue Anlagen habe seine Firma Inutec 2009 im Nordharz installiert. Zehn neue Mitarbeiter konnten eingestellt werden, womit sich die Zahl der Angestellten um mehr als 30 Prozent erhöhte. Laut Harz-Energie fließt in Goslar und im Vorharz bereits der Strom aus mehr als 100 privaten Photovoltaikanlagen ins öffentliche Netz.
Zu den Pionieren in der Region zählt sich Landwirt Michael Wolter aus Schladen. Bereits 2004 hat der 44-Jährige in Solartechnik auf seinem Hof investiert. „Als einer der Ersten im Raum“, wie er hervorhebt. Für Wolter war es in erster Linie eine wirtschaftliche Kalkulation – Umweltaspekte spielten für ihn nur eine untergeordnete Rolle.
„Bei Investitionskosten von 120.000 Euro bringt die Anlage jedes Jahr fünf Prozent Rendite“, rechnet Wolter nüchtern vor. Den eigenen Stromverbrauch mit eingerechnet. Er ziehe sogar den Bau einer weiteren Anlage in Erwägung, so Wolter. Erst wolle er aber abwarten, wie sich der Markt entwickele.
Verhalten bewerten die Verantwortlichen bei Harz-Energie die Aussichten: Mit der zu erwartenden Kürzung der Solarförderung des Bundes könne die Nachfrage 2010 wieder zurück gehen, vermuten sie.
„Der Solarstrom wird dann zu teuer“, erläutert Unternehmer Kaub. Der Bau von Anlagen im Nordharz könne dadurch einen Dämpfer erhalten. Auftragseinbrüche für Inutec wären die Folge – was wiederum Arbeitsplätze kosten würde, befürchtet Kaub. 2009 hätten sich viele Nutzer noch zu günstigen Konditionen eine Anlage zulegen wollen, heißt es bei Harz-Energie.
Gedruckte GZ: Wie Kaub das Potenzial für Solarstrom einschätzt und wie Beuchte sein Energie-Informationszentrum voranbringen will, lesen Sie in der Samstag-Ausgabe.
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