Schladen

Jugendberatung im Pro-Aktiv-Center fällt weg

13.01.2010
Von Ralf Blasig

SCHLADEN. Die Beratung für benachteiligte Jugendliche im Schladener Pro-Aktiv-Center wird nach weniger als einem Jahr wieder eingestellt. Der Jugendhilfeausschuss des Landkreises Wolfenbüttel beschloss zwar grundsätzlich die Fortsetzung des Projekts, wie Landkreis-Sprecherin Kornelia Vogt sagte. Für Außenstellen wie Schladen fehlt künftig aber das Geld.

Für Schladener Jugendliche mit Berufs- und anderen Sorgen wird der Weg zu den Caritas-Beratern damit deutlich weiter. Statt zweimal monatlich im Jugendraum sind diese nun nur noch in Wolfenbüttel zu erreichen. Auch die Außenstellen in Baddeckenstedt und Schöppenstedt schließen.

Hintergrund ist eine monatelange Diskussion um die Finanzierung. Schon seit dem Sommer hatten die Berater auf Basis von Übergangslösungen gearbeitet, weil das Bundesarbeitsministerium die Förderkriterien verschärft hatte.

Nach dem neuen Modell läuft das Projekt nun zwar weiter. Allerdings stehen für 2010 nur noch rund 228.000 Euro zur Verfügung – über 100.000 Euro weniger als im vergangenen Jahr. Während der Landkreis seinen direkten Zuschuss leicht erhöht, sinken die Mittel der Arbeitsgemeinschaft (Arge), die Landkreis und Arbeitsagentur gemeinsam tragen. Der Wolfenbütteler Kreistag wird das Modell laut Vogt voraussichtlich Ende Februar mit dem Haushalt absegnen.

In Wolfenbüttel sind die Caritas-Berater in der Krummen Straße 56 zu finden, um etwa Bewerbungstipps zu geben oder auch bei Geldsorgen helfen. Laut Geschäftsführer Andreas Piltz ist das Büro von Montag bis Freitag von etwa acht Uhr morgens bis zum Nachmittag besetzt. Telefon: (05331) 2 6005. Internet: www.caritas-wolfenbuettel.de .

Gedruckte GZ: Wie die Caritas das neue Modell bewertet, lesen Sie in der Donnerstag-Ausgabe.

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