Region Harz

Tourismuspreis für Harzer Bikenetz

07.12.2009
Von Oliver Stade

Tourismuspreis für Harzer Bikenetz

HARZ. Die Mountainbike-Arena Harz erhält einen mit 10.000 Euro dotierten Tourismuspreis. Seit Jahren laufen Gespräche, um das Westharzer Wegenetz auf den Ostharz auszudehnen.

Selbst Michael Beyer-Zamzow schien am Ende überrascht zu sein. Der Clausthal-Zellerfelder ist Projektbeauftragter der Volksbank-Arena Harz. Das Mountainbike-Streckennetz wurde mit dem erstmals vergebenen Preis der Harzer Tourismus Biennale gewürdigt – eine Auszeichnung mit Ostharzer Wurzeln, die ausdrücklich länderübergreifende Initiativen belohnen will.

Auf dem Brocken nahm Beyer-Zamzow die Auszeichnung entgegen. Aus 15 Einsendungen hatte die Jury fünf Projekte in die engere Wahl genommen. Neben dem Streckennetz hatten Bewerbungen der „Harzer Wandernadel“ aus Blankenburg, der Harzer Baumkuchen Friedrich GbR aus Wernigerode, des Harzer Verkehrsverbandes (HVV) und des Wernigeröder Bürgerparks vorgelegen.

Nach dem Eindruck von Beobachtern aus dem Landkreis Goslar galt die Wandernadel als Favorit, den Bewerbungen aus dem Westharz wurden bestenfalls Außenseiterchancen eingeräumt.

Das Mountainbike-Wegenetz umfasst mittlerweile eine Strecke von knapp 2.000 Kilometern. Eröffnet wurde die von einem Kreditinstitut gesponserte „Arena“, die eigentlich keine Arena ist, im Juni 2005. 2007 haben die Organisatoren das Streckennetz vom Landkreis Goslar auf den Kreis Osterode ausgedehnt. Gespräche, die Routen in den Ostharz zu erweitern, blieben bisher erfolglos. Dennoch gibt es im Raum Ilsenburg und Wernigerode einige Strecken. Sie befinden sich im Bereich des Nationalparks, Vertragspartner sind nicht die Kommunen, sondern die Parkverwaltung.

Die Mountainbike-Arena gilt als ein gelungenes Beispiel für die Anstrengungen der Region, im Tourismus aufzuholen und sich ein frischeres Image zu geben. Eine Fachzeitschrift kürte den Harz 2007 als beste Mountainbikeregion im Norden der Republik.

Das Radfahrnetz wird von den Städten Goslar, Bad Harzburg, Braunlage, St. Andreasberg, Seesen, Langelsheim und Lautenthal sowie der Samtgemeinde Oberharz getragen. Die Kommunen gaben Betrieb und Vermarktung an die Harz-Agentur in Clausthal-Zellerfeld ab. Inhaber des touristischen Dienstleisters ist der 54-jährige Quereinsteiger Beyer-Zamzow, ursprünglich Feinmechaniker und Erziehungswissenschaftler von Beruf.

Gedruckte GZ: Warum die Biennale auch Skepsis auslöste, lesen Sie in der Dienstag-Ausgabe.

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