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Region Harz
Gefahrlos zum Brocken wandern: Goetheweg wintersicher ausgebaut
HARZ. Die Hauptwanderroute zum Brocken ist breiter und sicherer geworden: Der Nationalpark Harz hat nach mehr als einjährigen Bauarbeiten am Donnerstag den Goetheweg freigegeben.
Am Ende scheinen alle zufrieden. Allen voran Sachsen-Anhalts neuer Umweltminister Hermann Onko Aeikens, Niedersachsens Umweltstaatssekretär Dr. Stefan Birkner und Nationalparkchef Andreas Pusch lobten die neue Wanderwegverbindung von Torfhaus zu Norddeutschlands höchstem Gipfel. Aeikens sagte, jetzt sei „ein wirklicher Winterwanderweg zum höchsten Gipfel des Harzes entstanden“.
500.000 Euro investiert
Finanziert wurde der Ausbau des Weges, auf dem jährlich rund 250.000 Wanderer zum Brockengipfel pilgern, vom Land Sachsen-Anhalt. Magdeburg hat dafür zunächst 340.000 Euro veranschlagt und schließlich 500.000 Euro ausgegeben.
Die Nationalparkverwaltung hat die bei Schnee und Regen gefährlich glatten Holzstege abreißen und den Weg auf drei Meter verbreitern lassen. So sollen Räumfahrzeuge die Strecke auch im Winter begehbar halten können.
Der so genannte Neue Goetheweg war nach der Wende von ABM-Kräften rasch angelegt worden, um die schnell anschnellenden Besucherströme auf den Brocken lenken zu können.
Weil die Route bei Schneelage oft unpassierbar war, wichen Wanderer auf die zum Teil parallel verlaufenden Schienen der Brockenbahn aus – das führte oftmals zu gefährlichen Situationen. Denn bei Wind und Wetter sind die nahenden Züge mitunter erst spät zu hören.
Der Harzklub, aber auch Wanderer wie der Goslarer Dr. Ulrich Krynitz hatten vehement auf das Dauerproblem hingewiesen. Der Verein hatte bereits 2007 rund 2.000 Unterschriften an die kürzlich aus gesundheitlichen Gründen zurückgetretene Umweltministerin Petra Wernicke überreicht, um auf einen Ausbau der beliebten Route zu drängen.
Der schönste Aufstieg
Selbst von Skeptikern hat die Nationalparkverwaltung ein positives Echo zum Ergebnis der Bauarbeiten vernommen. Obwohl etwa Harzkenner Krynitz damals vorgeschlagen hatte, den Goetheweg an einigen Stellen in seinem Verlauf zu verändern, lobt er das Ergebnis nun, mit dem er „sehr zufrieden“ sei. Entstanden sei „der mit Abstand schönste und nun auch sicherste Aufstieg zum Brocken“.
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