Region Harz

„Heimlich, still und leise“: Arbeitsagentur zieht sich zurück

25.01.2012

„Heimlich, still und leise“: Arbeitsagentur zieht sich zurück

Umzug in Braunlage: Die Arbeitsagentur räumt Büros in ihrer Geschäftsstelle. Foto: Eggers

GOSLAR. Entgegen früheren Ankündigungen, sich „nicht aus der Fläche zurückzuziehen“, beordert die Arbeitsagentur Goslar aus Bad Harzburg und Braunlage ihr Personal nach Goslar. Feste Besuchszeiten bieten nur die Jobcenter.

Robert Kierski, Sprecher der Arbeitsagentur Goslar, will Missverständnissen vorbeugen, wie er sagt. Deshalb ist es ihm wichtig, dass es sich bei den Einschnitten nicht um Schließungen handele. Wie er am Mittwoch auf Anfrage der GZ bestätigte, sind die Geschäftsstellen in Bad Harzburg und Braunlage seit Jahresbeginn nicht mehr dauerhaft geöffnet. Die drei Berater wurden nach Goslar versetzt. Nach Bad Harzburg und Braunlage rücken sie nur aus, wenn Termine vereinbart werden.

Öffentlich wurde der Rückzug der Arbeitsagentur am Dienstag im Rat Braunlage. Die Politik bemängelte, dass sich die Agentur „heimlich, still und leise“ verabschiede.

Gedruckte GZ: Wie die Agentur ihren Rückzug begründet und einen Kommentar dazu lesen Sie in der Donnerstag-Ausgabe.

drucken versenden Leserbrief schreiben
 

Kommentare

Die Kommentare geben nicht die Meinung der Zeitung wieder. Sie sind Einzelmeinungen der Leser, keine repräsentative Auswahl.


André Reichardt schrieb am 26.01.2012 07:49

Es ist schon verwunderlich, die Mitarbeiter in der Servicezentrale wussten anscheint selber davon nichts. Man wird von A nach B geschickt. Da läuft alles drunter und drüber. Wenn die einen schon bitten vorbeizukommen (persönliche Arbeitslosenmeldung) dann könnte man doch spätestens sagen, dass es die Geschäftsstelle in Braunlage nicht mehr gibt und man nach Clausthal-Zellerfeld fahren muss. Es ist eine Unverschämtheit das die einen die Mehrkosten nach Clausthal-Zellerfeld nicht erstatten, nur wenn man eine schriftliche Einladung bekommt. Desweiteren ist es ein wenig komplex. Ich wohne im Landkreis Osterode musste in den Landkreis GS nach Braunlage und jetzt nach Clausthal-Zellerfeld. Für mich wäre die Geschäftsstelle in Osterode näher aber das ist die Bürokratie. Vielleicht ist es ja möglich das, dass komplizierte System der Arbeitsagentur durchdacht wird, aber dann bitte nicht so still und heimlich. Mit freundlichen Gruß aus dem Südharz

Diesen Kommentar der Redaktion melden

Michael Jäger schrieb am 26.01.2012 09:12

Was sollen erst einmal die Braunlager Bürger sagen...Wenn man kein Auto hat, dann muss man über "GOSLAR" nach Clausthal mit dem Bus, da es keine Verbindung von Braunlage nach Clausthal gibt....

Diesen Kommentar der Redaktion melden

Bernd Reichardt schrieb am 26.01.2012 09:24

egal wo man hinschaut, bei den ARGEN oder auch Jobcentern überall das gleiche Dilemma. Da weiß wirklich nicht eine was der andere macht. Wie hier im geschilderten Fall ein große Sauerrei gegenüber den Menschen die nach Arbeit suchen. Auch mein Sohn stand vor verschlossenen Türen und wurde an eine andere Geschäftstelle verwiesen. Und wenn man dann noch vorsichtig anfragt, wie es denn mit der Erstattung der Fahrtkosten aussieht, bekommt man blöde Antworten wie: Nur wenn sie bestellt sind werden Fahrtkosten erstattet. Ja gut und schön, wenn es die Geschäftsstelle plötzlich nicht mehr gibt, ohne das dem Arbeitssuchenden dies mitgeteilt wurde ist das schon eine Dreistigkeit. Arbeitssuchende haben ja auch ein so prall gefüllten Geldbeutel! Ich befürchte fast, das der Ideenreichtum der Politiker noch nicht ausgereizt ist, und das eines Tages noch die Arbeitslosen aus dem Kreis Goslar nach Braunschweig fahren müssen, um sich dort nach schriftlicher Aufforderung zu melden.

Diesen Kommentar der Redaktion melden