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Nach der Insolvenzankündigung: Hoffen und Bangen bei Schlecker
Die Beschäftigten der Drogeriekette wissen nicht, wie es weitergeht: Schlecker in der Bahnhofstraße in Oker. Foto: Schenk
HARZ. Auch am Montag wirken die beiden Schlecker-Mitarbeiterinnen noch fassungslos. Per Fax haben sie am Freitag davon erfahren, dass für die Drogerie-Kette eine Plan-Insolvenz beantragt werden soll. „Wir haben striktes Verbot zu sprechen“, sagt eine der Frauen aus einer der mehr als zehn Filialen im Landkreis Goslar und fügt hinzu. „Wenn wir schließen müssten, wäre das eine Katastrophe.“
Schlecker ist in der Vergangenheit wegen schlechter Arbeitsbedingungen und Bespitzelung der Mitarbeiter zwar in Verruf geraten. Doch eine der beiden Schlecker-Beschäftigten sagt, dass sie solch einen Job nicht wieder finden werde. Sie bekomme Tarifgehalt, dazu Weihnachts- und Urlaubsgeld.
Derzeit herrscht unter den Beschäftigten Verunsicherung und wohl auch Verwirrung, sie hoffen und bangen. Symptomatisch erscheint die Mitteilung aus einer Düsseldorfer Agentur, die für Schlecker und die zum Konzern gehörenden Filialen von „Ihr Platz“ die Öffentlichkeitsarbeit übernimmt.
Anfang voriger Woche, wenige Tage, bevor bekannt wurde, dass Schlecker Insolvenz beantragen wird, teilte das Unternehmen mit, dass bundesweit 600 Filialen geschlossen werden. Aus dem Landkreis Goslar sei keine dabei hieß es von der Agentur, allerdings mit dem Nachsatz: „Das kann nächste Woche schon anders sein.“
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