Region Harz

Der Harz wirbt um Investoren

05.11.2010
Von Oliver Stade

Der Harz wirbt um Investoren

Auf Torfhaus: Auch die Imbiss- und Souvenirbude wird abgerissen, um einer Feriensiedlung Platz zu machen. Foto: Bertram

ALTENAU. Ohne Projektförderung läuft im strukturschwachen Harz wenig. Das zeigte sich bei einem Investoren-Forum, zu dem die Glücksburg-Consulting am Freitag nach Altenau eingeladen hat.

Die Gruppe, die in einigen Westharzer Kommunen das Tourismus-Marketing übernommen hat, wirbt um Investoren und sieht einen günstigen Zeitpunkt, um sich in der Region zu engagieren.

„Investieren, wenn die Welle hoch geht“, sagte Martin Weigel, Vorstandschef der Glücksburg Consulting. Nach Jahren, in denen die Übernachtungszahlen in den Keller rauschten, verzeichnet der Westharz seit 2009 einen leichten Aufwärtstrend.

Zu den Referenten zählte auch Sebastian Lüder. Der Hildesheimer wartet(e) seit knapp einem Jahr auf eine Förderzusage für seine geplante Ferienhaussiedlung auf Torfhaus. Am Freitag dürfte ihn überraschend eine gute Nachricht erreicht haben.

Nach einer Mitteilung der Goslarer CDU-Landtagsabgeordneten Dorothée Prüssner, die sich am Nachmittag von einer CDU-Tourismustagung in Hannover meldete, soll in den Landeshaushalt 2011 für das 12-Millionen-Euro-Vorhaben eine Million Euro eingeplant werden.

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Kommentare

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borkenfuss schrieb am 06.11.2010 18:53

hallo, machen schon seit jahren im harz urlaub, haben aus reinem protest die bavaria-alm gemieden und werden dies auch weiterhin tun. wenn wir bayerisches flair wollen, dann fahren wir nach bayern und nicht in den harz. im ganzen harz gibt es superschöne ferienwohnungen und hotels, da braucht man doch kein feriendorf und das auch noch bayerisch G l ü c k a u f !!

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pabo schrieb am 06.11.2010 21:53

Hallo borkenfuss: vielen Dank für Ihren Kommentar, Sie sprechen mir aus der Seele! Ob das Feriendorf genauso bayrisch wird, wie Schwester "Alm", ist noch nicht sicher, aber ich boykottiere die "Alm" genauso wie Sie. Hoffe, Sie haben weiterhin, trotz öder Einflüsse, Gefallen am Harz und verbleibe mit wohlgesonnenen Grüßen und Glück Auf!

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Wasserfrau17 schrieb am 06.11.2010 23:48

@ vorkommentatoren habe bis jetzt auch die "Alm" boykottiert,und werde das wohl auch weiterhin tun,bin mal gespannt ob dasFeriendorfauch bayrisch sein wird,angeblich ja nicht,da es aber den selben Investor hat wird es wohl doch da hinauslaufen. Lassen wir uns überraschen,bis dahin GLÜCK AUF

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manitou schrieb am 07.11.2010 09:33

Ich Bedenken gegen die Förderung eines Ferienparks. Fördern sollte man öffentliche touristische Projekte, die mehr Besucher in den Harz locken, bspw. attraktiver Ausbau des Skigebietes Wurmberg/Schierke am Nordhang (den der Nationalpark ja seit Jahren verhindert). Die Förderung eines Feriendorfes macht vielen Beherbergungsbetrieben zusätzliche Konkurenz. Letztere müssen modernisieren und bekommen keine Zuschüsse. Das verzerrt den Wettbewerb und begünstigt, dass alteingesessene Betriebe schließen und "Geistergebäude" zunehmen. Ich überlege eine kommerzielle Fewo im Harz zu kaufen und bekomme dafür bei Neubau ja auch keine Föderderung. Wenn ein Ferienpark-Neubau gefördert wird, dann müssen alle Modernisierer von Substanz auch gefördert werden! Alle oder keiner!!! Fördert man jedoch ein bisher fehlendes Top-Skigebiet, steigen Übernachtungen insgesamt und die Mehreinnahmen können reinvestiert werden. Das Sauerland machts vor!

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coeur de pirate schrieb am 07.11.2010 13:56

Zwischenzeitlich ist es ja soweit gekommen, dass für jeden Pieps Staatsknete gefordert wird und die einfältigen Politiker geben dem auch noch nach. Von unternehmerischer Risikobereitschaft ist in diesem Land nichts mehr zu spüren - aber von einer unerträglichen Mitnahmementalität umso mehr. Weder für Ferienwohnungen noch für Skigebiete sind derartige Förderungen notwendig und die Politik sollte im Interesse der Steuerzahler auf derartige Investoren-Geschenke verzichten!

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