Region Harz

Drehort Harz liefert Kontraste: Dritter Drehtag für ARD-Krimikomödie

03.09.2010
Von Oliver Stade

Drehort Harz liefert Kontraste: Dritter Drehtag für ARD-Krimikomödie

GOSLAR. Dritter Drehtag für die zweite Folge der Kriminalkomödie „2 für alle Fälle“ in Goslar: Die Berliner Medienagentur lädt zum Pressetermin mit den Hauptdarstellern für den Streifen, den die ARD irgendwann zur besten Sendezeit ausstrahlen wird (der Sendetermin ist noch nicht bekannt).

Die Hauptdarsteller Jan Fedder, Axel Milberg und Nina Petri posieren am frühen Freitagabend routiniert vor dem Brunnen auf dem Marktplatz für die Fotografen. Fedder muss dem Pressemann schnell noch seine Zigarette geben, damit die nicht mit aufs Bild kommt.

Milberg ist nicht in bester Laune. Er hatte um einen ruhigen Ort gebeten, an dem er weniger der Öffentlichkeit ausgesetzt ist. „Der Fedder mag das vielleicht nicht so sehen“, sagt er. In dem Film, der auch davon lebt, dass der eine schnoddrig auftritt, der andere wie ein feinfühliger Schöngeist wirkt, spielen sie zwei Halbbrüder. Fedder schlüpft in die Rolle des Ex-Polizisten Piet Becker, der mit seiner Freundin (Nina Petri), einer Ärztin aus Husum, seinen Halbbruder Hannes (Axel Milberg) mit Witz und Kombinationsgabe vor einem unfreiwilligen Knastaufenthalt rettet.

Milberg stellt einen notorischen Heiratsschwindler dar. Und so sympathisch-schlawinerhaft, wie er seine Rolle beschreibt, möchte man meinen, er findet Gefallen an der Figur. Über den Begriff Heiratsschwindler sei er nämlich gar nicht glücklich. Hannes sei vielmehr jemand, „der von tollen Frauen schwärmt“ und über die Gabe verfüge, das Leben leicht zu nehmen. Ein ganz anderer Typ als der grüblerische Kommissar Borowski, den er in der Tatort-Reihe gibt.

Natürlich lobt Milberg Goslar, das „an jeder Ecke schön“ sei. Gedreht wird bis Ende September aber auch in Bad Harzburg und an der Okertalsperre. Auf den Harz sei die Produktionsgesellschaft wahrscheinlich wegen des landschaftlichen Reizes gekommen und wegen des Kontrastes zur flachen Gegend um Husum, wo zuvor gedreht wurde. So genau kennt der Mann aus dem Pressebüro den Grund aber auch nicht.

Als das Team den Drehort wechselt und vom Rathaus zum Restaurant „Aubergine“ wechselt, spricht eine Goslarerin Nina Petri an, sie sei ein großer Fan. Petri, die in sehr hochhackigen Schuhen über das Goslarer Pflaster stöckeln muss, hat sich gerade eine Zigarette gedreht und wendet sich der Frau zu. Fernsehen schaut sie übrigens kaum. „Keine Zeit dafür“, sagt sie. Fedder wird von einem Fan fotografiert, während er in einem Stuhl sitzt.

Die Aubergine heißt in der ARD-Krimikomödie „Rottmanns“. Das ist einerseits schade für den Wirt, andererseits muss er wohl froh sein. Denn in dem Film ist das Restaurant geschlossen, und die Schauspielerin Annette Bistrop, die eine sehr blonde Millionärin darstellt, schlägt vor, stattdessen doch lieber um die Ecke zum Döner-Imbiss zu gehen.

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