Region Harz

Sunpark: Debatte um Fördergefälle im Westharz neu angeheizt

31.08.2010
Von Werner Beckmann

Sunpark: Debatte um Fördergefälle im Westharz neu angeheizt

Unter Dampf: Ein Zug der Harzer Schmalspurbahnen schnauft durch Wernigerode. Die gescheiterte Anbindung Braunlages an die Bahn gilt als einer der jüngsten Rückschläge für den Westharzer Tourismus. Archivfoto: Bein

BRAUNLAGE. „Es braucht bei solchen Projekten immer einen langen Atem – und den haben wir.“ Architekt Konrad Richter ist weiter vom „idealen Standort und der perfekten Infrastruktur“ für einen Ferienpark in Braunlage überzeugt. Die Entscheidung der Sunparks für einen Standort im Ostharz habe sich lange abgezeichnet.

Dennoch wird sie weithin als „Rückschlag“ gewertet. Noch dazu als ein Rückschlag in einer mittlerweile langen Kette, die vielfach auf dem Fördergefälle im Harz zwischen Niedersachsen und Sachsen-Anhalt beruht, konstatiert der Braunlager Kreistagsabgeordnete Dr. Günter Benne. Frisch im Gedächtnis ist zudem die gescheiterte Anbindung Braunlages an die Harzer Schmalspurbahn. Vorhaben, in die große wirtschaftliche Hoffnungen gesetzt wurden und bei dem Ferienpark noch gesetzt werden.

Sowohl Dr. Benne als auch Richter weisen darauf hin, dass das Raumordnungsverfahren für den Braunlager Ferienpark beim Zweckverband Großraum Braunschweig läuft. Das Verfahren, so der Verwaltungsjurist Dr. Benne, werde realisiert, um „die planerische Zulässigkeit des Projekts sicherzustellen und für Investoren kurzfristig eine Gewerbeansiedlung zu ermöglichen“.

Die wird allerdings selbst bei optimistischer Einschätzung nicht vor der Sunpark-Ansiedlung im Ostharz auf der Tagesordnung stehen. Auch mit Blick auf die 2013 auslaufende Förderperiode drückt die zur Center Parcs Europe gehörende Gruppe erkennbar aufs Tempo. Noch in diesem Jahr, so Sunpark-Deutschland Development Director Klaus Wäschle, sei mit den Vertragsabschlüssen zu rechnen.

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