Region Harz

Sunparks geht in den Ostharz: Westharz-Standorte aus dem Rennen

30.08.2010
Von Werner Beckmann

Sunparks geht in den Ostharz: Westharz-Standorte aus dem Rennen

Blick auf Braunlage: Aus dem Rennen um die Sunparks-Investition scheint der Ort ausgeschieden zu sein. Foto: Archiv

HARZ. Sunparks, eine Tochtergesellschaft von Center Parcs Europe, will im Harz einen Ferienpark errichten – allerdings mit Blick auf die deutlich höhere Förderung in Sachsen-Anhalt.

Dies bestätigte „in der Tendenz“ Klaus Wäschle, Development-Director von Sunparks Deutschland. Nähere Aussagen zu den ins Auge gefassten Standorten im Landkreis Harz mochte er nicht treffen, „bevor nicht die Verträge unter Dach und Fach sind“. Heiß gehandelt werden in der Gerüchteküche allerdings Wernigerode und vor allem die ehemalige „Johanniter-Heilstätte“ in Sorge.

Aus dem Sunparks-Rennen dürften damit die möglichen Westharzer Standorte sein. Neben Bad Harzburg war dies insbesondere auch Braunlage. Dort allerdings nehmen die örtlichen Projektentwickler um die Architekten Richter die Entwicklung vergleichsweise gelassen. Sie seien mit dem Braunlager Ferienpark von Beginn an mehrgleisig gefahren und seien weiter in aussichtsreichen Gesprächen mit anderen Investoren und Betreibern.

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Kommentare

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Huey schrieb am 31.08.2010 08:41

Na klar, Man sieht der Sache gelassen entgegen... den Sch... Ferienpark wollte man ja ohnehin nicht haben, hätte ja nur Geld und Aufschwung gebracht... und dann noch diese lästigen Touristen, die dann eventuell nach Braunlage gekommen wären... nicht vorstellbar!!! Jetzt hat man jedenfalls wieder einen Grund zu jammern, wie schlecht es einem doch geht, und der westliche Harz bleibt weiterhin GESCHLOSSEN WEGEN REICHTUM ! Clausthal Solar ist abgeschmetter, der Lanserhof auch abgearbeitet, vor JAhren hat man auch die Pläne in Clausthal einen Ferienpark zu eröffnen erfolgreich vernichtet, und jetzt ist Braunlage / Bad Harzburg endlich auch vom Tisch... Mann was sind wir Gut !!!

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caddy schrieb am 31.08.2010 13:07

Ich glaube "Huey" hat das einiges nicht verstanden. Der Westharz bekommt die Neuerungen nicht weil man hier so arrogant, verwöhnt oder "reich", sondern weil die Neuen Bundesländer höhere Fördergelder zur Verfügung haben und alles sponsern. Bleibt nur zu hoffen, dass die Förderung für den Ausbau Ost bald ausläuft und die Fördergelder dahin gehen, wo sonst auch noch gebraucht werden. Vielleicht sollte man die "Zonenrandförderung" für uns wieder einführen, damit wir konkurrenzfähig werden. Dann wandern gesunde Firmen, wie z.B. Schubert-Helm in BS, nicht mehr in den Osten ab, da dort auf Teufel komm raus das Geld hinterher geschmissen wird. Also... wir sind nicht zu reich, sondern eher zu arm........

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YetiF schrieb am 31.08.2010 14:20

Es ist ja schön, dass ein solcher Ferienpark prinzipiell sich überhaupt schon mal im Harz ansiedeln will. Aber diese sch... Förderung der neuen Bundesländer entbehrt schon lange jedweder Realität. - Und das dazu auch noch mit unserem Soli-Zuschlag... ich könnt echt kotzen!

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studie schrieb am 31.08.2010 21:02

Das die Ossis auch Soli zahlen, hat sich anscheinend noch immer nicht rumgesprochen. Traurig...aber durch solche Aussagen entstehen oder halten sich Vorurteile. Das dumme an der Subventionierung ist doch, dass nur die Wirtschaft dran verdient. Der kleine Ossi, der dort dann arbeitet, bekommt weniger als der Wessi. Genau hier liegt der Hund begraben. Die Unternehmen sahnen die Förderung ab. Die Produkte kosten immernoch das gleiche, und der Angestellte wird abgespeißt. Selbst die gewerkschaftlich geforderten Mindestlöhne(oder HartzIV) sind in Ost und West immernoch unterschiedlich. Nach 20 Jahren. Weil das Leben im Osten ja so viel günstiger ist... Da habe ich wohl was verpaßt.

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KUS schrieb am 31.08.2010 22:26

Seien wir froh, daß der Oberharz (!) nicht mit 08-15-Ferienhütten samt Zubehör gepflastert wird. Wenn das Angebot die Nachfrage übersteigt, fallen die Preise, und zwar für alles. Was nützt es dem beliebten Oberharz - nächstgelegenes Mittelgebirge für Niederländer und Dänen -, wenn die Zahl der Touristen größer wird als die Zahl der Bäume? Ramsch oder Original - das scheint hier die Frage. Gerne gebe ich Hinweise für einen gemütlichen Urlaub im Harz nach Dänemark weiter - da kann man sich die Gäste aussuchen und im Gegenzug einen Urlaub an der Ostsee - Südküste - sichern. Ich finde es einen Versuch wert. Bei Interesse SMS mit e-mail-Adresse an 01794020044.

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kassandro schrieb am 31.08.2010 22:35

Ich halte nichts von diesen Subventionsprojekten, die bei uns wegen mangelnder Förderung gescheitert sind. Aus dem Großteil würde in 20 Jahren eh wieder Subventionsruinen werden und Ruinen haben wir eigentlich schon genug. Wir brauchen richtige Unternehmer, die eigenes Geld und nicht das des Steuerzahlers investieren.

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YetiF schrieb am 01.09.2010 10:27

Ein Sunpark ist nun wirklich kein "Subventionsprojekt", sondern ein gewinnorientiertes Unternehmen. - Es ist doch auch nachzuempfinden, wie die Entscheidungen in der Konzenspitze getroffen werden: a) Wir wollen was im Harz bauen, wo im Harz ist primär egal. b) Egal wo wir bauen, es kostet immer xx Mio. Euro (50 Mio, oder was weiß ich). c) Bau ich im Westharz zahl ich die 50 Mio. alleine. Bau ich 50 km weiter östlich krieg' ich 10 Mio. Zuschuss. - Unter diesen Faktoren ist es doch wohl logisch, wo das Ding gebaut wird!

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YetiF schrieb am 01.09.2010 10:33

@ studie: Das auch der Ostler seinen Soli zahlt ist mir durchaus bewusst. Weswegen ich aber noch lange keine Vorurteile habe. - Es ist ja wohl auch ein Unterschied, ob ich selber eine Extraabgabe zahle, damit MEINE direkte Umgebung gefördert wird, oder ich als Westharzer dieselbe Abgabe zahle, damit mir direkt vor der Tür die Touristische Konkurrenz gefördert wird. Und West- und Ostharz (z.B. Goslar und Wernigerode) stehen touristisch nun einmal im direkten Wettbewerb.

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studie schrieb am 01.09.2010 13:24

Ich habe auch nicht gesagt, das Sie Vorurteile haben, sondern das mit solchen Aussagen Vorurteile gefördert werden. Ok, Ich sage Ihnen mal, was mir als erstes durch den Kopf geschossen ist, ich bin nämlich ein Ossi und habe auch immer feste meinen Soli gezahlt. Aber als ich das laß, da dachte ich: "Das ist doch mal wieder typisch eine Wessi-Aussage. Als wenn wir im Osten keinen Soli die ganzen Jahre gezahlt hätten." Solche Sprüche haben wir uns die letzten fast 20 Jahre zu genüge anhören müssen und ich bin es endgültig leid. Ständig wird auf den neuen Bundesländern rumgehackt, als wenn die was für die Subventionswut der Politik könnten. Die Leute wollen auch nur leben, und wenn die Politik die zur verfügung stehenden Gelder nicht gerecht verteilt, dann kann der Ossi am wenigsten dafür.

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kassandro schrieb am 01.09.2010 14:15

Keiner behauptet, daß die Ossis keinen Soli bezahlen. Das schlimme an dem Aufbau Ost ist allerdings, daß damit eine Subventionsunkultur Einzug gehalten, die wir jetzt nicht mehr loswerden. Im Osten werden ja jetzt schon in erheblichen Umfang Betriebe geschlossen, die vor 20 Jahren mit Subventionen aufgebaut wurden. Die Qualität von Subventionsinverstments ist miserabel.

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