Region Harz

Klinikbeirat ohne Verdi: Landrat Manke setzt sich in internem Streit durch

29.08.2010
Von Oliver Stade

GOSLAR. Dämpfer für den SPD-Kreistagsfraktionschef: Hans Metje scheiterte mit seinem Versuch, den Krankenhausbeirat für die Asklepios-Harzkliniken mit einem Vertreter der Gewerkschaft Verdi nachzubesetzen.

Der Kreistag befasst sich am Montag mit der Berufung des Gremiums, das unter anderem den Informationsfluss zwischen den Kliniken in Goslar, Bad Harzburg und Clausthal-Zellerfeld mit der Politik und Expertengruppen verbessern soll.

Die Zählgemeinschaft von SPD und FDP hatte sich Freitag anderthalb Stunden die Köpfe über einen Änderungsantrag Metjes heiß geredet, der nun nicht in den Kreistag eingebracht wird. Am Ende fand sich eine breite Mehrheit für den Vorschlag von Landrat Stephan Manke (SPD). Der hatte sich mit Klinikgeschäftsführer Ulrich Gnauck auf einen Beirat ohne Verdi verständigt und sich postwendend Kritik des SPD-Bundestagsabgeordneten Sigmar Gabriel eingehandelt. In einem Brief an die Fraktion hatte Gabriel den Verzicht auf einen Verdi-Vertreter kritisiert. Der Goslarer befürchtet, „der Beirat, der helfen sollte, Konflikte durch schlechtes Personalmanagement in den Asklepios-Harzkliniken zu klären“, könne zum zahnlosen Tiger werden. Im Zweifel erhalte der Kreistag wichtige Informationen nicht. Der Betriebsrat, der in dem Beirat vertreten ist, dürfe sich nur begrenzt äußern.

Der Streit erhält plötzlich eine kuriose Note: Die Klinikleitung hat unterdessen eine Kehrtwende vollzogen. Gnauck verschickte am Sonntag ein Schreiben und schlägt vor, alle in den Kliniken vertretenen Gewerkschaften in den Beirat zu bitten.

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Kommentare

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Michael K. schrieb am 30.08.2010 12:29

was für ein Aufwand für einen macht- und einflusslosen Beirat! Gibts da Geld für oder warum wollen und sollen da soviele Leute rein?

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