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Region Harz
Gabriel rüffelt Manke: SPD-Krach um den Asklepios-Klinikbeirat
Verärgert in Sachen Klinik-Beirat: SPD-Chef Sigmar Gabriel. Archivfoto: Epping
GOSLAR. Briefe des SPD-Bundestagsabgeordneten und -Parteivorsitzenden Sigmar Gabriel an seine Heimatbasis in Goslar sind mitunter gefürchtet. Jetzt hat der wortmächtige Sozialdemokrat wieder an die „Lieben Genossen und Genossinnen“ im Harz geschrieben. Er rüffelt den Landrat.
Stephan Manke (SPD) will – entgegen der Absprache, wie Gabriel betont – den Asklepios-Krankenhausbeirat ohne einen Gewerkschaftsvertreter besetzen.
In einem Brief an die Mitglieder der SPD-Kreistagsfraktion spricht Gabriel von einem „massiven Bruch unserer Verabredung und großer Enttäuschung bei vielen Beschäftigten“. Von Manke fühlt er sich offenbar übergangen.
Gabriel findet dessen „Verfahren zumindest unfreundlich“, schreibt er zu dem Beiratsvorschlag Mankes, von dem er aus der GZ erfahren habe. Immerhin stamme die Idee, den Krankenhausbeirat mit Vertretern des Kreistags, der Kliniken, von Krankenkassen, Ärztevertretern und Gewerkschaft neu zu besetzen und wiederzubeleben von ihm, betont der Goslarer.
SPD-Fraktionschef Hans Metje hat auf das Gabriel-Schreiben bereits reagiert und einen Änderungsvorschlag für die Zusammensetzung formuliert. Das Papier sieht vor, Verdi-Mitarbeiter Jens Havemann in den Beirat zu berufen. Der Vorschlag soll am Freitag in der SPD/FDP-Zählgemeinschaft diskutiert werden, die im Kreistag über eine Mehrheit verfügt.
Wie es aussieht, ist der Vorschlag Metjes in der SPD durchsetzungsfähig.
Gedruckte GZ: Was der Zählgemeinschaftspartner FDP und die Klinikleitung sagen, lesen Sie in der Donnerstag-Ausgabe.
Kommentare
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Immerhin hat Gabriel auf die Bedeutiglosigkeit des Landrates mal wieder hingewiesen. Was steckt dahinter? Er, der Landrat, war doch gerade dabei, sich minimal zu etablieren und (Morgenstern) für ein einigermaßen gutes Immages zu arbeiten. Ich denke, auch seine Genossen wollen ihn einfach nicht mehr, denn solch eine Kränkung, wie durch den Parteichef ausgesprochen, ist wohl der Abgesang schlechthin.
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Ob man einen (seinen) Landrat mag hin oder her... mir ist auch egal welcher Partei er angehört. Vernünftige Entscheidungen soll er treffen!
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Landrat Stephan Manke (SPD), die Kreistagsabgeordneten Petra Emmerich-Kopatsch (SPD), Carlos Mateo (CDU) und Jürgen Lauterbach (FDP), Asklepios-Geschäftsführer Ulrich Gnauck, der ärztliche Direktor Andreas Hoyer, Pflegedienstleiter Bernd Lambrecht, Betriebsratsvorsitzender Franz Diener, jeweils ein Vertreter des Ärztevereins und der Krankenkassen sowie der kürzlich ernannte Patientenbeauftragte Uwe Thieme aus Goslar sollen in dem (machtlosen) Beirat sitzen. Wäre es nicht sinnvoll, wenn diese im Rahmen ihres normalen Jobs einfach dafür sorgen, dass bei Asklepios ordentliche Zustände herrschen? Manke ist doch über das Gesundheitsamt Aufsicht der Krankenhäuser. Die Krankenkassen finanzieren das Ganze, etc.. Der Patientenbeauftragte müsste sich doch ständig für Verbesserungen einsetzen. Wozu also der "Beirat". Apropos Patientenbeauftragter: Im Krankenhaus ist allgemein unbekannt, wie dieser zu erreichen ist.
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Herr Gabriel braucht wieder mal einen Sündenbock in Goslar damit er hier nicht ganz vergessen wird.
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Schön, das sowas über die öffentliche Presse gemacht wird. bedeutngsschwanger, bedeutungschwanger...
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