Region Harz

86-jähriger Geisterfahrer verursacht Unfall auf der B6n

23.08.2010
Von Oliver Stade

86-jähriger Geisterfahrer verursacht Unfall auf der B6n

Ein Unfall mit Blechschaden ist die Folge einer Geisterfahrt auf der B6n. Der Fahrer stoppte seinen Wagen erst vor einem Polizeiauto, das Blaulicht und Warnlicht eingeschaltet hatte. Foto: Archiv

HARZ. Mit zwei leichten Blechschäden und damit vergleichsweise glimpflich endete die Geisterfahrt eines 86-Jährigen am Montag auf der Bundesstraße B 6n. Der Mann war in Blankenburg entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung auf die Bundesstraße gefahren.

500 Meter hinter der Ausfahrt Heimburg streifte er auf dem Weg in Richtung Wernigerode mit seinem Renault Megane einen entgegenkommenden Suzuki, berichtet die Polizei. Der Senior setzte seine Fahrt unbeirrt fort. Der Zwischenfall ereignete sich gegen 14 Uhr.

In der Nähe der Brücke, die die Straßen zwischen Benzingerode und Silstedt verbindet, beendeten Beamte die sechs Kilometer lange Geisterfahrt. Der Harzer stoppte sein Fahrzeug erst direkt vor dem Polizeiauto, das Blaulicht und Warnlicht eingeschaltet hatte.

Der Mann sei erschrocken gewesen, als er erfuhr, dass er mit seinem Fahrzeug ein anderes Auto gestreift habe. Er hatte seinen Fehler wohl bemerkt, wollte die Fahrt aber bis Wernigerode fortsetzen, um seine Frau im Krankenhaus zu besuchen, erklärt die Polizei.

Gedruckte GZ: Wie die Polizei benachrichtigt wurde, um Schlimmeres zu verhindern und mit welchen Konsequenzen der Geisterfahrer rechnen muss, lesen Sie in der Dienstag-Ausgabe.

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Kommentare

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YetiF schrieb am 24.08.2010 13:28

Kompliment an die Polizei! Wenn der, ich mag jetzt gar nicht "rüstige" Rentner 100 km/h gefahren ist, hat er die 6 km in knapp dreieinhalb Minuten zurückgelegt. Selbst wenn er nur mit 50 km/h unterwegs war (für eine Schnellstraße Schneckengeschwindigkeit), dann legt er die Strecke immer noch in 7 Minuten zurück. Und in dieser geringen Zeit eine Straßensperre zu organisieren... alle Achtung! Darüber nachdenken, was auf unseren Straßen so unterwegs ist, darf man allerdings nicht... 86... Geisterfahrer... bemerkt den Unfall und fährt trotzdem weiter... meine Herren. - Was ein Glück, das wegen dieses senilen Opas niemand ernsthaft zu Schaden gekommen ist!

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Goslar1961 schrieb am 25.08.2010 02:43

Mal wieder eine Bestätigung dafür, das ab einer gewissen Altersgrenze die Fahrtüchtigkeit und das Reaktionsvermögen überprüft werden sollte.

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alpha666 schrieb am 25.08.2010 07:41

@goslar1961: mein reden. aber das wird wohl so schnell in einer nation, deren liebstes kind 4 räder hat nicht passieren.

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Wasserfrau17 schrieb am 25.08.2010 13:12

Jeder muß für sich selbst wissen wann Schluß ist mit Autofahren,kannte mal jemanden der ist morgens aufgewacht und hat beschlossen nicht mehr zu fahren,um nicht in Versuchung zu geraten hatter sein Schein zur Polizei gebracht,Auto an Enkel verschenkt,der Mann war da grad 80 geworden

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