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Region Harz
Gegner der Höchstspannungsleitung: „Wir wollen keine Monstermasten“
NORDHARZ. Endspurt im Raumordnungsverfahren zur 380-kV-Höchstspannungsleitung Wahle-Mecklar. Die Trassengegner hatten am Dienstagabend nach Bad Gandersheim zur Großveranstaltung geladen – und die Botschaft war eindeutig: Erdverkabelung lautet die Forderung. „Wir wollen keine Monstermasten.“
So begrüßte Bad Gandersheims Bürgermeister Heinz-Gerhard Ehmen die 800 Interessierten, die zur Podiumsdiskussion „Himmelwärts? Erdwärts! – 380 kV: Was können wir für das Ziel einer menschenverträglichen Höchstspannungsleitung tun?“ aufs Domfestspielgelände vor der Stiftskirche gekommen waren.
Die Trasse ist dabei ein Vorhaben, für das nach dem Energieleitungsausbaugesetz (EnLAG) „vordringlicher Bedarf“ festgelegt ist. „Das Unternehmen Transpower plant eine Freileitung mit Masten, die zweieinhalb Mal so hoch sind wie die Kirchtürme“, verbildlichte er. „Wir wollen keine Technik aus dem letzten Jahrhundert.“
Doch kaum hatte der Gandersheimer Verwaltungschef die Begrüßung vollendet, da öffnete der Himmel seine Schleusen. Abbruch. Pröpstin Elfriede Knotte rettete den Abend: Sie schloss den Dom auf, die teils pudelnassen Besucher strömten hinein und im Gotteshaus ging es mit Verspätung weiter.
Inhaltlich Verantwortliche des Abends war die Bürgerinitiative Freileitungsgegner Bad Gandersheim/Kreiensen. „Sie sieht sich nicht als Verhinderer, sondern als Impulsgeber“, betonte BI-Sprecher Norbert Braun.
Dann kam die Politik – Vertreter von CDU, SPD, FDP, Grüne und Linke versuchten, sich zum Thema zu positionieren. Für Freileitungen sprach sich keiner aus.
Gedruckte GZ: Wie die Parteien argumentieren, lesen Sie in der Donnerstag-Ausgabe.
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