
Nachrichten aus dem Harz
Goslarsche Zeitung | Harzburger Zeitung | Harzer Tageblatt
Öffentliche Anzeigen für den Harz



- Über uns |
- Kontakt |
- Mediadaten |
- Sitemap |
- Login |
- Newsletter
Region Harz
Landkreis setzt auf Integration
GOSLAR. Der Landkreis Goslar stellt sich auf einen anderen Umgang mit behinderten Menschen ein: Anstatt sie in separaten Einrichtungen unterzubringen, sollen sie stärker in regulären Kindergärten und Schulen integriert werden und an der Arbeitswelt teilhaben.
Mehr Integration lautet die Kernbotschaft aus einem verwaltungsinternen Papier zur Situation behinderter Menschen im Landkreis Goslar. Eine weitere Erkenntnis aus der Bestandsaufnahme lautet: Die sich abzeichnende Neuorientierung und der zunehmende Anteil behinderter Menschen an der schrumpfenden Landkreisbevölkerung führen zu steigenden Sozialausgaben.
Hatte der Landkreis Goslar 2005 noch in 1283 Fällen Leistungen für behinderte Menschen nach dem Sozialhilfegesetz gewährt, waren es voriges Jahr 1845 Auszahlungen. Im Landkreis Goslar leben 1425 Menschen mit einer Beeinträchtigung, überwiegend handelt es sich um geistig Behinderte.
Mit seiner Bestandsaufnahme will der Landkreis unter anderem bedarfsgerecht planen. „Nicht alle Menschen mit Behinderung finden im Landkreis Goslar auch passende Angebote“, heißt es in dem Verwaltungspapier. Zwar setzen die jetzigen Hilfen bereits im Krippen- und Kindergartenalter an und umfassen auch viele Kitas mit Integrationsgruppen. Doch gelten Sonderschulen, die ausschließlich von Behinderten besucht werden, zunehmend als Auslaufmodell. Um eine Alternative zu Sonderkindergärten und -schulen zu ermöglichen, sind indes mehr Integrationshelfer erforderlich. Bedarf sieht der Landkreis unter anderem auch an Pflegefamilien und stationärer Einrichtungen, die geistig und körperlich behinderte Kinder und Jugendliche aufnehmen.
Gedruckte GZ: Lesen Sie in der Freitagsausgabe, warum die Zahlen von Menschen mit Behinderungen im Landkreis Goslar steigen und welche Zukunftsmodelle außerdem im Gespräch sind. .
Kommentare
Die Kommentare geben nicht die Meinung der Zeitung wieder. Sie sind Einzelmeinungen der Leser, keine repräsentative Auswahl.
Grundsätzlich ist das der richtige Weg. Ich habe auf vielen Reisen speziell in die Usa und andere angelsächsische Länder viele, auch geistig, Behinderte gesehen, die am normalenm Arbeitsprozess teilgenommen haben. Ich würde das auch bei uns nicht nur aus Kostengründen begrüssen. Allerdings ist hier das Problem, dass diese Arbeitsplätze nicht vorhanden sind! Hier gibt es keine Tütenpacker oder Schuhputzer oder ähnliche für den Behindertenkreis verrichtbare Arbeit. Hier gibt es auch keine Arbeitgeber, die darüber jubeln, weil einfach die Kündigungsschutzregelungen für Behinderte die Einstellung verhindern. Kurz: Wir haben die Rahmenbedingungen dazu überhaupt nicht geschaffen! Dieselben Politiker, die das jetzt fordern, zahlen in den Kommunen als Arbeitgeber Ausgleichszahlungen, um die Einstellung Behinderter zu unterlaufen... Tolle Sache, alles leider nur Blubber im Interesse der Kostenersparnis und für die Galerie! Schade!
Diesen Kommentar der Redaktion melden
Idie Arbeitsplätzech stimme den Kommentar von Michael K.vollkommen zu.Wo sollen die Arbeitsplätze herkommen?Es gibt schon zu wenige für Nichtbehinderte.
Diesen Kommentar der Redaktion melden
@Michael K. In einem Kommentar von Ihnen hieß es "... in meinem Laden...". Wieviele Behinderte beschäftigen Sie denn?
Diesen Kommentar der Redaktion melden
@studie Es gibt auch Unternehmer die Behinderte beschäftigen möchten,aber es aus verschiedenen Gründen es nicht können,
Diesen Kommentar der Redaktion melden
Tja, nur dann sollte man den den Mund nicht so weit aufreißen. Ich weiß um die Problematik. Ich habe zwei Heilerziehungs-pädagogen in der Familie die in Behindertenwerkstätten arbeiten. Ich habe auch eine Großcousine mit Down-Syndron. Ich möchte mal behaupten, mich mit dem Thema ein wenig auszukennen. Aber ich würde niemals so große Töne gegen jemanden anschlagen, wenn ich selbst nicht mit einem guten Beispiel voran gehen kann. Es gibt viele Gründe keinen Arbeitsplatz für einen behinderten Menschen zu haben, aber wenn man es nicht besser machen kann als die Anderen, dann sollte man es den Anderen auch nicht vorwerfen.
Diesen Kommentar der Redaktion melden
Das traurigste an dem Artikel ist doch, das der Landkreis es nur ändern will, weil es mal wieder eine Kostenfrage ist. Nicht um der Menschen willen. Meine Großcousine ist jetzt 14 und ist schon damals in eine Intergrationsgruppe im Kindergarten gewesen. Ihre beiden Geschwister(21J. und 16J.) sind beide in Integrationsschulen gewesen obwohl sie keine Behinderung haben. Meine Cousine wollte sie so offen wie möglich erziehen und da sie es von ihre kleinen Schwester sowieso nicht anders kannten, war es auch nie ein Problem. Die Integration wird in anderen Landkreisen gelebt. Hier sieht man wieder nur, das die Zahl der behinderten Menschen steigt und damit auch die Sozialausgaben. Wenn man die Kinder, die man früher gesondert unterrichtet hat, heute in eine Integrationsklasse/-gruppen stecken könnte, dann könnte man sich die Kosten für die Sonderschulen/-kindergärten ja sparen. Das ist ein echtes Armutszeugnis für den Landkreis.
Diesen Kommentar der Redaktion melden
@Studie habe eine geistig behinderte Tochter die in den Werkstättender Lebenshilfe arbeitetund sich da sehr wohl fühlt.
Diesen Kommentar der Redaktion melden
Und? Was wollen Sie mir jetzt damit sagen? Soll ich Sie jetzt bemitleiden? Das wollen Sie sicher nicht, denn es gibt nichts zu bemitleiden. Nur, weil man nicht ist wie alle anderen, ist doch das Leben nicht weniger Wert. Mit einem "normalen" Kind wäre es in der Gesellschaft vielleicht einfacher gewesen, aber man würde die Welt auch mit anderen Augen sehen. Man erlebt alles viel intensiver und man kann sich an Dinge erfreuen, die ein "Normalo" selten nachvollziehen kann. Diese Erfahrungen kann man aber nur machen, wenn man eben mit Behinderten Menschen überhaupt in Berührung kommt. Wenn sie also in Sonderschulen/-kindergärten aufgenommen werden, anstatt sie wie selbstverständlich in der Gesellschaft am Leben teilhaben zu lassen, dann kann die Gesellschaft sie auch nicht als "Normal" ansehen. Warum wird das also jetzt erst aus Kostengründen angestrebt, und nicht schon früher, um ein Miteinander zu fördern?
Diesen Kommentar der Redaktion melden
Schade, daß die "Politik" jetzt das Thema sich unter den Nagel zu reißen versucht und mit Trompeten vom Kern dieser Kampgne abzulenken. Behinderte in Kosten umzurechnen, wurde vielleicht schon früher versucht. Meine Empfehlung: Roberto Begninis Film "Das Leben ist schön". Es ist nur eine kurze Szene, doch da blieb mir die Spucke weg. Ich habe für keinen behinderten Menschen rechtliche Verantwortung - es sind alle gesund in der Familie -, so doch aber wenigstens eine moralische im Alltag. Einem Rollstuhlfahrer beim einkaufen die störende Kiste aus dem Weg räumen, einen Blinden begleiten, bis er sich wieder sicher fühlt auf seinem Weg oder einem Debilen ein paar Minuten aufmerksam zuhören - das sollte den meisten nicht schwerfallen, wenn es nottut. Dafür brauche ich auch keinen Politiker und die Kosten trage ich selbst. Ein klein wenig meiner Lebenszeit teile ich gerne und frage nicht, was das kostet. Daß es dennoch ein bißchen hilft, bin ich sicher.
Diesen Kommentar der Redaktion melden
Ist es jetzt schon so, dass ich mich jetzt hier schon als ganz normaler Lesenbriefschreiber gegen andere verteidigen muss, wenn ich der Auffassung bin, dass durch die Politik nichts bewegt wird ausser schönen Worten? Dass Studie als persönlich Betroffene eine subjektive Sichtweise des Themas zur Schau stellt, ist nachvollziehbar. Die Beleidigungen gegen Wasserfrau und mich aber nicht! Stillos!
Diesen Kommentar der Redaktion melden
was ist denn hier los??? es geht in dem bericht darum das endlich was getan wird das jetzige kinder die leider behindert geboren werden oder durch widrige umstände behindert werden nicht mehr in eine einrichtung abgeschoben werden sondern endlich intrigiert werden sollen es geht bestimmt nicht um geld sondern das endlich was getan wird was in anderen ländern normal ist... beleidigungen gegen andere user zu schreiben ist echt das letzte!!!!!!!!!!!
Diesen Kommentar der Redaktion melden
@Studie was ich damit sagen wollte,das es nicht nur in Ihrer Familie Behinderte gibt.Mitleid wollte ich bestimmt nicht,und von Ihnen schon gar nicht.Meine Tochter ist ein wunderbarer Mensch und aus unseren Leben genau so wenig wegzudenken wie ihre nichtbehinderte Schwester.Außerdem haben Sie doch angefangen das Ihre Großcousine das Down-Syndrom hat,wollten Sie Milleid?Nein,bestimmt auch nicht also hören Sie auf immer alle anzugifter,nicht nur zu diedem Thema.
Diesen Kommentar der Redaktion melden
Na Gott sei Dank, das wir in einem Land leben, in dem man das Recht auf freie Meinungsäußerung ausüben kann. Ich werde diese Recht gern und ausgiebig in Anspruch nehmen. Pech für Sie.
Diesen Kommentar der Redaktion melden
Wie heißt der Spruch doch so schön: "Ich bin nur dafür verantwortlich was ich sage, nicht was andere verstehen." Ich habe niemanden beleidigt, und wurde auch nie unsachlich. Nennt mir eine Beleidigung! Wenn eine drin wäre, dann wäre mein Beitrag gelöscht worden, aber nichts ist passiert. Was jeder persönlich in das gelesene hinein interpretiert, das kann man mir schwerlich vorwerfen. Aber sei's drum. Wie bereits erwähnt, wenn ich eine Meinung zu etwas habe, dann werde ich dies hier auch zum besten geben. Den Mund habe ich mir noch nie verbieten lassen. Ich wünsche euch noch viel freude an mir. :-))
Diesen Kommentar der Redaktion melden
Wie heißt der Spruch doch so schön: "Ich bin nur dafür verantwortlich was ich sage, nicht was andere verstehen." Ich habe niemanden beleidigt, und wurde auch nie unsachlich. Nennt mir eine Beleidigung! Wenn eine drin wäre, dann wäre mein Beitrag gelöscht worden, aber nichts ist passiert. Was jeder persönlich in das gelesene hinein interpretiert, das kann man mir schwerlich vorwerfen. Aber sei's drum. Wie bereits erwähnt, wenn ich eine Meinung zu etwas habe, dann werde ich dies hier auch zum besten geben. Den Mund habe ich mir noch nie verbieten lassen. Ich wünsche euch noch viel freude an mir. :-))
Diesen Kommentar der Redaktion melden
@Studie na da wollten Sie es mir aber geben,nur wirkt das bei mir nicht,auch ich lasse mir nichts verbieten,also auch viel Spass mit mir.Im übrigen Ihr Kommentar ist so gut nun auch wieder nicht,das sie ihn 2xsenden mussten.
Diesen Kommentar der Redaktion melden
muss man zu jeden artikel nen kommentar schreiben...?????????
Diesen Kommentar der Redaktion melden
@vollekanne nicht müssen aber dürfen schließlich leben wir in einer Demokratie da ist die Meinungsfreiheit schon im Grundgesetz verankert.
Diesen Kommentar der Redaktion melden
Moin, ich erinnere mich immer an einen Ausspruch eines Behinderten mit Down - Sydrom : " Behindert ist auch normal " . Wenn der kleine Kerl wüßte wieviel Wahrheit in seiner spontanen Aussage enthalten ist . Dieses Ausspruch hatte seine Mutter , als er verstarb , in derTraueranzeige ganz oben eingestellt . Sehr angerührt und beeindruckt hat mich damals , das die Mutter in der Traueranzeige allen Personen , die am Leben ihres Sohnes beteiligt waren , angefangen von der geburtshilflichen Abteilung , über Pädagogen und Heilerziehen , bis zum Behindertenbusfahrer , allen Ihren persönlichen Dank ausgesprochen hat . Die Auswüchse hier im Kommentar - Thread haben mich teilweise erschüttert . Da hat jemand etwas falsch verstanden und überreagiert . Einfach traurig .
Diesen Kommentar der Redaktion melden
Der Artikel lässt den Leser ratlos zurück, auch in der längeren Fassung wird nicht deutlich,inwieweit sich der Zuwachs an einer geistig behinderten Bevölkerung erklären läßt,sind die neuen Intelligenztests der Arge schuld? Ist eine zunehmend ältere Bevölkerung durch Demenz geistig behindert ,oder wandern sie zu? Wo soll der Zusammenhang zwischen Kostenersparniss und Integration liegen? Richtig ist ,das eine große Zahl von Eltern behinderter Kinder genau dieses befürchten,wenn der Rechtsanspruch auf Inklusion und der damit einhergehnde Paradigmenwechsel sich duchsetzt,das dahingehend auf Kosten der betroffenen Menschen Sparprogramme entwickelt werden,die keineswegs den zugrundeliegenden Anspruch auf Gleichstellung und den Schutz vor Diskriminierung als Grundlage haben. Schade finde ich,das in dem Artikel überhaupt nicht auf die aktuelle Lage eingegangen wird,angefangen bei der Diskussion um Begriffe bis hin zu den beantragten Gesetzesänderungen.
Diesen Kommentar der Redaktion melden
Weitere Artikel aus dieser Rubrik
- Heizöl läuft wie geschmiert
- Landräte wollen bei Förderpolitik mitreden
- Weitere Welterbe-Runde: Findungskommission gibt noch keine Empfehlung ab
- Neues Sonderwertzeichen: Der Harz ist eine Marke
- Behördenzwist um stornierte Abschiebung aus dem Harz
- Nabu strengt Verfahren gegen Kreis Goslar an
- Tote aus Thale: Polizei sucht Zeugen
- Entschuldung für den Landkreis Goslar genehmigt
- Fusionen: Landkreise entscheiden mit - Innenministerium korrigiert sich
- Ausweisung vorerst ausgesetzt: Hoffnung für Familie Memisevic
- Vier Menschen bei Wohnungsbrand in Clausthal-Zellerfeld verletzt
- Goslar: Politik macht sich für kreisübergreifende Wirtschaftsförderung stark
- Oberharzer Weißwasserbrücke: Vollsperrung nun für Dienstag geplant
- Bürgerverein für Wildemanner „Bergstadthaus“ steht kurz vor Gründung
- Haftstrafe für Angriff auf Goslarer Disco-Ordner
Nachrichten aus der Region
Meist gelesen










