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Region Harz
Amy ist schneller als der Arzt: Harzerin bringt Kind im Auto zur Welt
Ihre Tochter hatte es eilig: Stefanie Kleinschmidt aus St. Andreasberg brachte Amy auf dem Beifahrersitz ihres Opel Astra zur Welt. Foto: Bertram
ST. ANDREASBERG. Das kommt nicht alle Tage vor: Stefanie Kleinhardt aus St. Andreasberg hat ihre Tochter Amy im Auto zur Welt gebracht. Aus behördlicher Sicht scheint damit unklar, wo der Geburtsort des Mädchens liegt.
Zunächst deutet noch alles auf eine gewöhnliche Geburt hin. Stefanie Kleinhardt (29) wacht gegen ein Uhr nachts mit Wehen im Bett auf. Sie bittet ihren Mann Thomas (37), die für den Klinikaufenthalt bereitstehende Tasche ins Auto zu bringen. Dann ruft Kleinhardt ihre Eltern an, damit diese auf Tochter Fiona (zweieinhalb) aufpassen.
Doch die hochschwangere Oberharzerin schafft es nicht mehr bis ins Krankenhaus nach Herzberg. „In der Küche hatte ich schon die erste Presswehe“, erinnert sich die gelernte Köchin und Restaurantfachfrau. Als der Opel Astra gestartet ist, platzt bereits die Fruchtblase. „Das überlebst Du nicht“, habe sie gedacht.
Gleich geschrien
Um 2.35 Uhr, zwischen der Breiten Straße und der Unteren Grundstraße in St. Andreasberg sagt Kleinhardt, die auf dem Beifahrersitz sitzt, zu ihrem Mann am Steuer: „Du, ich glaube, das Köpfchen guckt raus“ – wenig später ist die kleine Amy da. „Das Kind hat gleich geschrien.“
„Zuerst wollte er mir nicht glauben“, sagt Kleinhardt heute. Fünfzehn Minuten später trifft der Notarzt am Geburtsort von Amy ein, die am 20. März zur Welt kommt, neun Tage vor dem errechneten Termin. Das Kind ist gesund, aber unterkühlt. Von der Klinik in Herzberg wird es zur Säuglings-Intensivstation nach Göttingen gefahren.
Mutter Kleinhardt hatte sich jetzt bei der Veröffentlichung des Baby-Fotos wegen eines Fehlers bei der GZ gemeldet. Die Entbindungsstation in Herzberg hatte als Wohnort der Eltern Clausthal-Zellerfeld statt St. Andreasberg angegeben und den Geburtsort der kleinen Amy nach Herzberg verlegt. „Das ist eigentlich nicht ganz richtig“ schrieb Stefanie Kleinhardt, „da ich meine Tochter im Pkw in St. Andreasberg bekommen habe.“ Laut Geburtsurkunde gilt Amy allerdings als Herzbergerin.
Gedruckte GZ: Warum in der Klinik Herzberg als Geburtsort eingetragen wurde und was die Personenstandsverordnung zu derartigen Fällen sagt, lesen Sie in der Mittwoch-Ausgabe.
Kommentare
Die Kommentare geben nicht die Meinung der Zeitung wieder. Sie sind Einzelmeinungen der Leser, keine repräsentative Auswahl.
Es ist egel ob die kleine Amy jetzt Herzbergerin , Andreasbergerin ist. Hauptsache ist , Mutter und Kind sind wohlauf . Ich Namen aller GZ - Leser : Herzlich willkommen auf dieser Erde kleine Amy und alles , alles Gute für Dich , Deine Mama und deinen Papa. Das ist doch mal ein Bericht der einen persönlich anrührt. Liebe GZ da müßt Ihr bitte dran bleiben und , in ein paar Jahren , mal berichten wie es dem Mädchen geht .
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