Region Harz

Doppelte Radarfalle: Wer vorsätzlich rast, zahlt mehr

02.07.2010
Von Oliver Stade

Doppelte Radarfalle: Wer vorsätzlich rast, zahlt mehr

GOSLAR/SALZGITTER. Radarfallen stehen bei vielen Autofahrern unter Generalverdacht. Die Gemeinden wollten abzocken, heißt es oft. Ein Beispiel aus Salzgitter verstärkt dieses Vorurteil.

„In Salzgitter sprudelt eine neue Geldquelle“, schimpft GZ-Leser K. Der Goslarer war auf der B6 am Gitterknoten mit 14 Stundenkilometer über der zulässigen Höchstgeschwindigkeit unterwegs und wurde geblitzt. Die B6 ist eine beliebte Strecke für Harzer, die nach Hannover unterwegs sind. Weil das Ordnungsamt in Salzgitter dem 70-Jährigen „Vorsatz“ unterstellt, wurde das Verwarngeld von 20 auf 35 Euro erhöht.

K. war an der gut sichtbaren stationären Messanlage ordnungsgemäß mit 60 Stundenkilometer vorbeigefahren, hatte dann aber – noch im 60er Bereich – auf Tempo 74 beschleunigt und wurde von einer mobilen Anlage geblitzt.

So wie K. verhalten sich offenbar viele Autofahrer. Christine Flechner vom Presseamt der Stadt Salzgitter begründet den „Doppelblitzer“: Es habe sich gezeigt, „dass viele Fahrzeugführer die Geschwindigkeitsmessanlage bereits kennen“. Aus Gründen der „Verkehrssicherheit“ und der „Verkehrserziehung“ werde von Zeit zu Zeit zusätzlich die mobile Anlage eingesetzt.

Gedruckte GZ: Was der Landkreis Goslar und ein Goslarer Richter sagen, lesen Sie in der Samstag-Ausgabe.

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Kommentare

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Balu schrieb am 03.07.2010 01:53

Worüber ereifert sich den der ertapte Verkehrsteilnehmer . Er hat vor einer bekannten Meßanlage vorschriftsmäßig seine Geschwindigkeit veringert , was er bereits beim Geschwindigkeitsgebotsschild hätte tun müssen . Und ist ,nach Passieren der stationären Meßeinrichtung, schneller gefahren obwohl die Geschwindigkeitsbegrenzung noch nicht aufgehoben war .Also zu schnell. Und das nicht aus Gedankenlosigkeit sondern bewußt , nach dem Motto; " Da kommt ja keine Messung mehr ". Kein Pech , sondern das Produkt von Starrsinn und eigenem Unvermögen . vorsatz ? Na sicher,oder hat etwa ein Geist das Geaspedal runtergedrückt ? Und sich dann noch aufregen . Da müßte wegen Uneinsichtigkeit die gesamte Geldbuße verdoppelt und ein empfindliches Fahrverbot ausgesprochen werden . Nur so kapieren es die Raser, auch die , die für sich in Anspruch nehmen besonders erwachsen und erfahren sein zu wollen . Wie kann man sich nur so ein Eigentor gönnen .

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kassandro schrieb am 03.07.2010 05:42

Lieber Balu, warum denn nicht gleich 1000€ für solch uneinsichtige Eigentorschützen? Fakt ist doch, daß es die Gemeinden um Einnahmen und nicht um "Verkehrserziehung" geht. Deshalb stellen sie diese Fallen ja nicht an den gefährlichen sondern an den einträglichen Stellen auf. Gegen den Motorrad-Lärmterror im Schultal bei Altenau wird beispielsweise so gut wie gar nichts unternommen, weil sich das einfach nicht lohnt.

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Der-Harzer schrieb am 03.07.2010 09:34

Naja ich finde es auch vermessen bei 14km/h zuviel von Starrsinn oder Unvermögen zu sprechen! Der gute Mann ist ja nun nicht in einer 30-er Zone mit 80km/h an einem Kindergarten vorbei gerauscht und hat jemanden mutwillig gefährdet. Aber Balu ich bin sicher, dass es dir noch nie passiert ist das du 14km/h zu schnell warst, denn sonst würdest du in die gleiche starrsinnige Kiste kommen die du in deinem Kommentar gezimmert hast. 14km/h... wer ohne Fehler ist...

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alpha666 schrieb am 03.07.2010 09:45

kassandro, stell dich doch einfach mal ne halbe stunde auf der b6n - harzburger abfahrt und beobachte, an welchen stellen die bremslichter an und sodann gleich wieder ausgehen. die überwiegende zahl der verkehrsteilnehmer bremst VOR bekannten blitzern und beschleunigt gleich wieder NACH selbigen. ich übrigens auch. .. (insofern dank für den hinweis, dass jetzt eben auch mit mobilen blitzern nach stationären anlagen gerechnet werden muss...) und dennoch: hier ist eine klare ansage: "fahr hier nicht schneller als 60 km/h!". Und wer eben nicht in der lage ist, sich daran zu halten wird zur kasse gebeten. wo das die verkehrsteilnehmer trifft ist doch herzlich egal.

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monsi schrieb am 03.07.2010 11:38

Das in Salzgitter kurz hinter dem stationären Blitzer des öfteren noch einmal ein mobiler steht ist doch schon seit Jahren bekannt! Ich ertappe mich auch oft genug selbst das ich hinter einem mir bekannten stationären Blitzer beschleunige! Und wenn ich dann geblitzt werde bin ich selber Schuld und muss mit den Konsequenzen leben! Geschwindigkeitsüberschreitung bleibt halt Geschwindigkeitsüberschreitung! Und grade in Salzgitter, wo kurz nach dem festen Blitzer in einer Kurve eine Ab-/Auffahrt folgt (wo dann auch gelegentlich geblitzt wird) besteht ein Unfallschwerpunkt den Salzgitter halt (zurecht) überwacht...

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Balu schrieb am 03.07.2010 13:32

Es wird ja wohl auch noch ein Tolleranzwert abgezogen, in der Regel 3 Km/h. Die Blitzer sind auch nicht exakt auf 60 km/h eingestellt , sondern lösen erst bei 70 km/h definitiv die Erfassung aus . Rechnen wir mal , ganz objektiv : 74 gemessene Km/h , plus Tolleranzwert von 3 km/h und den Auslösewert von 70 km/h = 10 km/h , dann sind wir bei tatsächlich gefahrenen 87 km/h . Das wird so gemacht , weil es Unterschiede bei den noch gängigen Tachmetern gibt ( Analog / Digital ) und weil man wirklich die Raser erwischen will . Niemand hat ein Interesse daran , jemanden zu verwarnen , weil der mal ein paar Kilometer schneller ist . Man kann gar nicht , manuell , exakt die vorgegebene Geshwindigkeit fahren . Das wissen auch die Gerichte und deswegen wird das mit dem Auslösewert so gehandhabt . harzer , bleib mal auf´m Teppich . Wir sprechen hier nicht von mir .Fakt ! Ich würde Zahlen und Schnute halten .

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Wasserfrau17 schrieb am 03.07.2010 20:31

Wer sich an die Geschwindigkeitsbegrenzungen hält,hat nichts zu befürchten,da kann hinter jeden dicken Baum eine Anlage stehen,aber wer hält sich schon immer daran ich kenne niemanden.WieHarzer schon schrieb wer ohne Fehler ist . . .

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studie schrieb am 04.07.2010 16:47

Wer ohne Feher ist... der gute Mann ist aber nicht ohne Fehler. Er hat mit absicht beschleunigt, obwohl er das Schild offensichtlich gesehen hat. Also bezahlen und ruhe. Und da kann man noch soviel erzählen, es war Vorsatz. Wenn ich mit Vorsatz jemanden schlage werde ich auch härter bestraft, als bei einem Reflex oder Notwehr. Er hat gewußt was er da tat als er beschleunigte, also sollte er ganz kleinlaut bezahlen und die Klappe halten. Er macht den Fehler und die anderen sind die Bösen, hmmm. Von jedem kundigen Fahrzeugführer (das unterstelle ich mal, bei stolzen 70 Jahren sind wohl einige Jahre Fahrpraxis vorhanden) kann man erwarten, das ihm bekannt ist, das man bei Vorsatz(bei vollem Bewußtsein herbeigeführte Tat) eben etwas mehr zahlen muß.

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Balu schrieb am 04.07.2010 17:55

Hallo studie,schönen Sonntag erst einmal, das lächerliche an der Sache ist , daß wenige hundert Meter weiter die Geschwindigkeitsberegnzung aufgehoben wird ungefähr bis Höhe Haverlah . O.K. , es handelt sich um eine zweispurig gut ausgebaute Strecke , aber die Kurve ist nicht ohne , besonders im Winter . Ich habe die Feststellung gemacht , wenn mich jemand auf einer Landstraße überholt , ob riskant oder nicht sei mal dahingestellt , habe ich den bei ganz normaler Fahrweise an der nächsten Kreuzungsampel , oder in der nächsten Ortschaft wieder . Der Zeitgewinn tendiert fast auf Null .Der erhöhte Blutdruck des Überholers total überflüssig und der Gesundheit nicht zuträglich .Ich fahre grundsätzlich enspannende Reisegeschwindigkeit und nicht Rasegeschwindigkeit . Eine Profilierung meines Selbstwertgefühls durch solches " Balzverhalten "im Straßenverkehr brauche ich nicht . Gottlob sehen das Andere auch so . Wünsch Dir ne schöne Woche .

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Joerg44 schrieb am 05.07.2010 06:55

Also ich denke die Anlage erfüllt ihr dasein, denn jeder bremst davor und somit ist die Gefahr der Autofahrer die von SZ- Bad einfedeln ein kinderspiel und alle sollten glücklich sein das der gedanke warum das Teil da steht gefruchtet hat! Denn früher sind wir doch alle mit 100 bis 120 da durchgerauscht und die leute aus SZ haben eine lnge nase gemacht, gelle Aber sich hinter die Anlge zu stellen und nochmal zu blitzen, ist wirklich reine Abzocke und nicht anders !

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Hegelingen schrieb am 05.07.2010 08:57

Liebe Leser, nochmals zur Erinnerung: Die Gesetze gelten für ALLE. Wenn jeder anfängt, die Gesetze, die ihm nicht gefallen, zu missachten (z.B. eben auch Geschwindigkeitsbeschränkungen etc.), dann endet das irgendwann im Chaos. Anstatt sich über "Blitzer" oder sonstige Kontrollen aufzuregen, ist es erfahrungsgemäß daher am einfachtens, sich an die Regeln und Vorschriften zu halten. Dann hat man keine Probleme mit Geschwindigkeitsmessungen o.ä. und kann auch nicht "abgezockt" werden. Dazu gehören nämlich immer Zwei ...

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monsi schrieb am 05.07.2010 11:38

@Hegelingen: Danke für diesen Kommentar! Dem ist nichts mehr hinzuzufügen!

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Hippy schrieb am 06.07.2010 12:28

Wer zu schnell fährt, kann auch zahlen. Es kann passieren, das man einmal die vorgegebene Geschwindigkeit leicht überschreitet und dann geblitzt wird. Aber dann hat man sich über seine eigene Dummheit nicht aufzuregen, sondern höchstens zu ärgern.

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