
Nachrichten aus dem Harz
Goslarsche Zeitung | Harzburger Zeitung | Harzer Tageblatt
Öffentliche Anzeigen für den Harz



- Über uns |
- Kontakt |
- Mediadaten |
- Sitemap |
- Login |
- Newsletter
Region Harz
Schutznetze an Fischteichen: Nachspiel um tote Vögel
Zwei tote Kormorane hängen in einem Schutznetz über einem Fischaufzuchtteich am Krähenholz bei Vienenburg. Foto: Kumitz
GOSLAR. Der Landkreis als Naturschutzbehörde sieht keine eigenen Versäumnisse im Streit um unsachgemäße Schutznetze an Fischteichen. Ende Januar war bekannt geworden, dass mehrere Vögel qualvoll in breitmaschigen Netzen verendet waren.
Vom „Vogelmord am Fischteich“ sprachen Naturschützer: Die Debatte um Kormorane und andere Vögel, die in Netzen an Fischteichen in der Nähe von Vienenburg starben, hatte am Montag ein Nachspiel im Kreistag. Die Fraktion der Grünen und das Vienenburger SPD-Kreistagsmitglied Edwin Kapaun fragten nach Fehlern der Kreisverwaltung und der Angelsportler.
Die Antwort von Landrat Stephan Manke fiel eindeutig aus: „Wir haben uns keiner Pflichtverletzung schuldig gemacht.“ Der Landkreis habe sofort gehandelt, nachdem der Vorfall bekannt geworden war.
Illegaler Abschuss?
Dass mehrere Tage vergingen, bevor der Landkreis nach dem Hinweis des Naturschutzbundes Deutschland (Nabu) die Netze abnehmen ließ, erläuterte Manke mit Absprachen mit Vereinen sowie Zuständigkeitsfragen mit der Polizei.
Mittlerweile hegt der Nabu Südostniedersachsen-Harz sogar den Verdacht, dass Kormorane im Landkreis Goslar illegal geschossen wurden und der Landkreis davon gewusst habe. „Wir haben davon gehört“, sagte Nabu-Regionalgeschäftsführer Walter Wimmer zu den Spekulationen auf Anfrage. Manke antwortete auf entsprechende Vorwürfe mit den Worten, dem Landkreis lägen darüber keine Erkenntnisse vor.
Nach Informationen des Landkreises verendeten im Januar vier Kormorane, zwei Höckerschwäne und ein Zwergtaucher in Netzen, die ausgerechnet im Bereich des EU-Vogelschutzgebiets „Okertal bei Vienenburg“ über Teichen aufgespannt waren, um sie vor Fischfraß zu schützen.
Gedruckte GZ: Wie der Landkreis die Gesamtsituation um Schutznetze einschätzt, lesen Sie in der Dienstag-Ausgabe.
Weitere Artikel aus dieser Rubrik
- Heizöl läuft wie geschmiert
- Landräte wollen bei Förderpolitik mitreden
- Weitere Welterbe-Runde: Findungskommission gibt noch keine Empfehlung ab
- Neues Sonderwertzeichen: Der Harz ist eine Marke
- Behördenzwist um stornierte Abschiebung aus dem Harz
- Nabu strengt Verfahren gegen Kreis Goslar an
- Tote aus Thale: Polizei sucht Zeugen
- Entschuldung für den Landkreis Goslar genehmigt
- Fusionen: Landkreise entscheiden mit - Innenministerium korrigiert sich
- Ausweisung vorerst ausgesetzt: Hoffnung für Familie Memisevic
- Vier Menschen bei Wohnungsbrand in Clausthal-Zellerfeld verletzt
- Goslar: Politik macht sich für kreisübergreifende Wirtschaftsförderung stark
- Oberharzer Weißwasserbrücke: Vollsperrung nun für Dienstag geplant
- Bürgerverein für Wildemanner „Bergstadthaus“ steht kurz vor Gründung
- Haftstrafe für Angriff auf Goslarer Disco-Ordner
Nachrichten aus der Region
Meist gelesen










