Region Harz

Warnstreik legt Rathaus lahm: In Langelsheim bleibt die Verwaltung zu

08.02.2010
Von Oliver Stade

Warnstreik legt Rathaus lahm: In Langelsheim bleibt die Verwaltung zu

HARZ. Streik im öffentlichen Dienst im Harz: Das Rathaus in Langelsheim blieb am Montag geschlossen. Auch der Streudienst lief nur eingeschränkt. Es gab Beschwerden.

Nachdem das Vienenburger Rathaus kürzlich nach einem Heizungsausfall und wegen arktischer Temperaturen den Betrieb eingestellt hatte, traf es am Montag das Rathaus in Langelsheim. Streikende Mitarbeiter folgten dem Gewerkschaftsaufruf und legten die Behörde lahm.

Aus der Verwaltung, die für ihren hohen gewerkschaftlichen Organisationsgrad bekannt ist, hatten sich 22 Mitarbeiter abgemeldet. Nur neun Vollzeit- und drei Halbtagskräfte versahen wie gewohnt ihren Dienst. Also blieb die Rathaustür geschlossen. In dringenden Fällen gab es über eine Nebentür Einlass in die Verwaltung. Doch mit Einwohnermeldeamt und Gewerbeabteilung ruhten die besucherstärksten Bereiche.

Ärger über Streudienst

20 Beschäftigte des Bauhofs und der Stadtwerke in Langelsheim beteiligten sich außerdem an dem Warnstreik, zu dem die Gewerkschaft Verdi aufgerufen hatte. Ingo Henze, Sachgebietsleiter für Personal und Organisation, erklärt, mit der Gewerkschaft sei eine Notdienstvereinbarung getroffen worden, damit der Bauhof und die Stadtwerke nicht ebenfalls lahmgelegt werden.

Dennoch kam es zu Einschränkungen, so etwa beim Streudienst in Langelsheim. Mehrere Einwohner sollen sich bei der Stadtverwaltung beschwert haben.

So deutlich wie in Langelsheim zeigten sich die Folgen des Ausstands in keiner anderen Stadt im Landkreis Goslar, obwohl auch andere öffentliche Betriebe bestreikt wurden. Beim „Betriebshof Straßen und Grün“ der Stadt Goslar fehlten 22 von 46 Beschäftigten. Stadtsprecherin Susanne Roßdeutscher versicherte indes, es habe keine Einschränkungen gegeben.

Das Rathaus und der Bauhof in Seesen sowie die Landkreisverwaltung in Goslar wurden ebenfalls bestreikt. In den Einrichtungen hatte sich aber jeweils nur etwa eine Handvoll Beschäftigter abgemeldet, um am Warnstreik in Hannover teilzunehmen. Der Streikaufruf hatte zudem Mitarbeiter der Sparkasse Goslar/Harz erreicht. Die Pressestelle wusste von zwei Mitarbeitern, die nicht am Arbeitsplatz erschienen waren.

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