Oberharz

Förderstelle gewährt Aufschub für Zellbach-Planung

09.09.2010
Von Bettina Ebeling

Förderstelle gewährt Aufschub für Zellbach-Planung

Zellbach-Anwohner um Ewald Pastewka (r.) beim Ortstermin mit Bauausschuss, Verwaltung und Architekt Bernd Damer (Mitte mit Schirm). Foto: Ebeling

CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Ratsuche im Regen: Zu dem von den Zellbach-Anliegern geforderten Ortstermin mit Politik, Verwaltung und Planungsbüro fanden sich am Mittwoch etwa 20 Menschen zusammen. Gegen den Verkehrslärm ankämpfend, mühten sie sich um Erörterung ihrer Bedenken.

Nach der Grundsatzentscheidung für die „Umbauvariante“ pochen die Anlieger mit Klaus Krause, Ewald Pastewka und Helmut Nietzel an der Spitze auf „Qualität der Planung und Ausführung“, denn sie müssten mit dem Ergebnis künftig leben. „Klärungsbedarf“ sieht die Bürger-Interessengemeinschaft weiterhin in vielen Fragen sowohl zum technischen Ausbau der künftigen „50-km/h-Straße“ in zwei getrennten Fahrbahnen, als auch zur Kostenschätzung in Höhe von rund 2,9 Mio. Euro.

Unterdessen zeichnen sich in einzelnen Punkten Kompromisse ab. Das betrifft unter anderem die Einbeziehung eines Lärmschutz-Gutachters und eine modifizierte Mauerform mit nur zwei bis drei Vorsprüngen. Auch das Problem „Schulwegsicherung“ betrachtet Architekt Bernd Damer als lösbar.

Ein Terminaufschub, den die Verwaltung bei der Förderstelle erreichen konnte, verschafft der Planung derweil etwas mehr „Luft“ als ursprünglich vorgesehen. Statt bis zum 1. Oktober müsse die Stadt die vollständigen Antragsunterlagen erst zum 28. Februar 2011 einreichen; bis dahin gebe sich die Förderstelle angesichts der Projektschwierigkeiten mit einer formalen Absichtserklärung zufrieden, erklärte Samtgemeindebürgermeister Walter Lampe. Das verbessere die Möglichkeiten, die Bedenken und Anliegen der betroffenen Grundstückseigentümer in die Planung einfließen zu lassen.

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Kommentare

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Wolfgang Künstel schrieb am 10.09.2010 13:18

Es bewegt sich etwas in unserer Stadt, war auch an der Zeit. Die Stadtneugestaltung betrifft aber nicht nur die Anlieger, sondern alle Bürger. Ein Schritt nach vorne wäre eine anderer Umgang mit Informationen, ehrlich und verständlich, das erspart schon im Vorfeld viel Ärger! Stadtgestaltung nicht gegen den Willen der Bürger : Kahlholzen auf dem Marktkirchplatz, Trümmerfeld Kronenplatz, schnell ist die Ignoranz der Politik und der Verwaltung vergessen, spätesten beim Anblick des freigeholzten Marktkirchplatzes (wo bleibt der Protest der Universität und der Kirche als von der Gestaltungswut betroffene Anlieger?) kocht die Volksseele erneut, immer wieder das gleiche Spiel seit Jahren! Was nutzt es, wenn daraus keine Konsequenzen gezogen werden? Niemand soll sein Gesicht verlieren, Einsicht in Fehler und Mut zum Umdenken sind hohe Tugenden. Mit einem fröhlichen Glück Auf, Wolfgang Künstel

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