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Oberharz
Kulturschatz gehoben: Forst-Atlas von 1680 in Neuauflage erschienen
Deckblatt des „Atlas vom Kommunionharz“. Das Original von 1680 ist mit historischen und heutigen Ansichten sowie umfangreichen Erläuterungen neu erschienen. Foto: Ebeling
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Nur zwei Originale existieren von ihm, jetzt ist der „Atlas vom Kommunionharz“ aus dem Jahr 1680 mit allen 74 historischen Kartenblättern sowie den jeweiligen heutigen Ansichten und umfangreichen Erläuterungen neu erschienen. Es wurde am Mittwoch im Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) in Clausthal präsentiert.
Fachleute vom Niedersächsischen Forstplanungsamt Wolfenbüttel und des Niedersächsischen Landesarchivs haben das Projekt zusammen realisiert. „Unser Anliegen war, das ’Forstabrissbuch‘ von 1680 nicht bloß einfach zu kopieren, sondern Heutiges mit Damaligem zu verbinden und unter verschiedenen Blickwinkeln wie etwa Landeskultur, Territorialgeschichte, Montanwesen und Landwirtschaft zusammenzuführen“, erklärte Dr. Thomas Böckmann (Forstplanungsamt Wolfenbüttel). Er und Dr. Brage Bei der Wieden vom Niedersächsischen Landesarchiv, Staatsarchiv Wolfenbüttel) sind die Herausgeber des neu aufgelegten „Atlas vom Kommunionharz“ (Verlag Hahnsche Buchhandlung Hannover).
Dr. Christoph Schaper, Leiter des Sachgebiets Waldökologie im Niedersächsischen Forstplanungsamt, war am Mittwoch der Dritte im Bunde einer informativen Buchpräsentation, die den 330 Jahre alten Kulturschatz und seine heutige Interpretation unter den Aspekten der jeweiligen Fachgebiete beleuchtete.
Das verbindende Element dabei war das „Prinzip der Nachhaltigkeit“, dessen Anfänge in die Mitte des 17. Jahrhunderts datiert werden: Eine Forstordnung für die Sägemühlen von 1654 bestimmt, dass „wohl überlegt werden“ solle, „wie lange die Holzung (...) nachhalten könnte“, um auch über den aktuellen Bedarf hinaus weiter wirtschaften zu können.
Das aktuelle Kartenwerk bündele die Kompetenzen von Geschichts- und Verwaltungswissenschaft mit den Kompetenzen von Forst- und anderen Sparten der Landesverwaltung, betonte Prof. Bernd Kappelhoff, Präsident der Niedersächsischen Landesarchivverwaltung.
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