Oberharz

Robinson-Spielplatz verfällt: Gemeinde hat kein Geld für Erhaltung

01.09.2010

Robinson-Spielplatz verfällt: Gemeinde hat kein Geld für Erhaltung

Vom Spiel-„Fort“ steht nur noch die Hälfte: Der Robinson-Spielplatz in Zellerfeld verfällt. Foto: Stoppel

CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Marode Spielgeräte, herausstehende Nägel, zersplittertes Holz: Der Robinson-Spielplatz in Zellerfeld zerfällt langsam.

„Wir können hier nur noch nach und nach abbauen“, sagt Hans-Joachim Födisch, Leiter des Fachdienstes Bildung. Kultur, Familie und Sport, der sich um die Spielplätze in der Samtgemeinde kümmert. Für die Instandhaltung mangele es schlicht an Geld.

Vor einigen Wochen brach eine der beiden hölzernen Hängebrücken zusammen, die bis dahin die beiden Türme der Spielburg miteinander verbunden hatte. Grund ist laut Födisch, dass die Brückenpfeiler total durchnässt gewesen seien. Bei der jährlichen Generalinspektion im Mai sei dies jedoch nicht aufgefallen, räumt er ein.

Die beiden maroden Holzbrücken an der Spielburg sind mittlerweile abmontiert. Das jetzt noch stehende Spielgerät sei ungefährlich, versichert Födisch. Schließlich sei es im Mai ebenso einer Prüfung unterzogen worden. Den Spielplatz ganz zu sperren, sei von der Lage des Platzes her unmöglich, so Födisch. Zudem würde auch das den finanziellen Rahmen der Gemeinde sprengen.

„Ich habe schon beobachtet, wie Touristen zu dem Abenteuerspielplatz gekommen sind, und nur mit dem Kopf geschüttelt haben“, sagt Familienvater Rainer Wiedemann. Der Clausthal-Zellerfelder bezeichnet den Zustand des Spielplatzes als „Armutszeugnis“ und schlägt vor, private Sponsoren zu werben.

Fachdienstleiter Födisch rechnet jedoch nicht mit Erfolg: „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass sich die Menschen nicht so sehr um abgelegene Spielplätze kümmern.“

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Kommentare

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cb schrieb am 01.09.2010 21:48

... aber 100 000 Euro für einen "künstlerischen Wettbewerb" (Kronenplatz) ausgeben.

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Oberharzer schrieb am 01.09.2010 22:09

....stimmt !!! Aber noch mehr für die Umgestaltung !!! Und in 10 Jahren wird er wieder umgestaltet, und dann in 10 Jahren wieder..... naja, die Politiker im Oberharz konnten noch nie mit Geld und Bauvorhaben umgehen, denn die sind alle viel schlauer als Experten. (siehe Straßenaufbau der Roe)

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KUS schrieb am 01.09.2010 22:51

Ich verstehe nicht, was Herrn Födisch zu solch waghalsigen Äußerungen verleitet haben könnte. Die Hängebrücke ist im Mai untersucht worden und dann eingestürzt. Der restliche Spielplatz ist nicht gefährdet, weil er im Mai untersucht wurde. Aha. Wenn jetzt jemand zugäbe, daß die Hängebrücke im Mai 1910 und der Rest im Mai 2010 untersucht wurde, verstehe ich es. Muß aber nicht sein, den ich bin doch kein Leiter des Fachdienstes ... nur ein Mensch.

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vollekanne schrieb am 02.09.2010 08:33

und dann wundert sich der landkreis wenn immer mehr familien aus ihren landkreis verschwinden weil es wo anders kinderfreundlicher ist...

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Wasserfrau17 schrieb am 02.09.2010 13:47

wieviel Spielplätze könnte man für 100000Euro gestalten und neu erschaffen?Aber Kinder werden immer mehr ins abseits gedrängt,und dann wundern sich die Politiker das immer weniger Kinder auf die Welt kommen,sogar Kindergärten sollen ja wenn es nach manchen geht irgendwo in der Pampas sein,weil Kinderlachen sie stört,erst neulich in einen TV Beitrag gesehen.

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studie schrieb am 02.09.2010 17:33

Warum auch in die Zukunft Deutschlands investieren, man lebt doch heute. Soviel Ignoranz... Lieber kommen wie auf ein Program namens Elterngeld, das eigentlich nur auf die Gutverdiener abgezielt war um die Geburtenrate in dieser Schicht zu fördern. Schade eigentlich, das es nicht geklappt hat, sind leider nicht mehr Kinder in dieser Schicht geworden. Warum auch. Wenn die Städte die Spielplätze verrotten lassen, keine Kindergartenpätze zur verfügung stehen, und Kinderlachen als Ruhestörung empfunden wird. Warum in diese Welt noch ein Kind setzten das auch nur,ausschließlich, von seinen Eltern erwünscht ist. Heutzutage mußt du dich doch schon fast entschuldigen, dass du ein Kind hast. Es gibt doch kaum ein Land, das noch Kinderfeindlicher ist als Deutschland.

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Egon 99 schrieb am 02.09.2010 18:21

@wasserfrau17 für 100000 Euro kann man etwa 5 gutbestückte Spielplätze bauen ( Münchehof Waldarbeitszentrum im Rahmen der Ausbildung fragen Kostet ja nichts)aber in der SG Oberharz interessiert es keinen ,da werden lieber 100 tausende von Euro für Gestaltungen von irgendwelchen Plätzen ausgegeben als vieleicht mal in unsere Zukunft zu investieren, nähmlich in unsere Kinder die sollen doch Hierbleiben und sich wohlfühlen aber egal die Hohen Herren machen eh was sie wollen. In Altenau der Spielplatz an der Schule ist auch der Motorsäge zum Opfer gefallen ist wahrscheinlich auch Marode gewessen ???lächerlich vor etwa +/- 2 Jahren wurde der repariert und wurde sehr gut genutzt nun ist ja bekanntlich die Schule zu dann Brauchen die auch keinen Spielplatz mehr!!! Traurig aber wahr. @Kuss den Nagel voll auf den Kopf getroffen Mann darf nicht ehrenamtliches mehr machen ist auch nicht Richtig, siehe die Brücke ( Hüttenwehr) in Altenau 3 jahre nichts passiert.

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Wasserfrau17 schrieb am 03.09.2010 11:36

Hier in Goslar haben sie auf den Spielplatz an der Okerstraße die Hängebrücke abgebaut,wahrscheinlich auch marode,und kein Geld für Reperaturen da,aber vor ein paar Jahren auf dem Steinbergspielplatz einen Turm für 75000 euro hingestellt

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