Oberharz

Zellbach-Ausbau: Anlieger wollen mitreden

27.08.2010
Von Bettina Ebeling

Zellbach-Ausbau: Anlieger wollen mitreden

Die „Bigpacks“ vor der Zellbach- Stützmauer werden mittlerweile immer wieder Ziel mutwilliger Zerstörung – ein Vandalismus, von dem sich die Interessengemein- schaft der Anlieger ausdrücklich distanziert. Foto: Ebeling

CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Viele Fragen sehen die Anlieger des Zellbachs hinsichtlich der vom Rat beschlossenen Ausbauvariante noch offen. Zumindest wollen sie an der nun folgenden konkreten Planung beteiligt werden, betont Klaus-Jürgen Krause, einer der Sprecher der Interessengemeinschaft Zellbach.

Dazu gehört für sie als Allererstes ein Ortstermin mit dem beauftragten Architekten, bei dem es ihnen ermöglicht wird, vor den nächsten Beschlüssen auf Probleme und Knackpunkte hinzuweisen. Diese beginnen bei den erwarteten Schwierigkeiten im Winter (hängen bleibende Fahrzeuge in einspuriger Steigung) und hören bei befürchteten Schädigungen der Bausubstanz ihrer Häuser noch lange nicht auf.

„Es geht uns nicht vordergründig um die Größenordnung der Kostenbeteiligung“, unterstreicht Krause, „sondern wir möchten eine fachlich ausgereifte und nachhaltige technische Lösung des Problems.“

Die Kritikpunkte fasst Klaus Krause in einer Stellungnahme der Interessengemeinschaft Zellbach zur jüngsten Ratssitzung zusammen. Er bemängelt unter anderem fehlende Machbarkeitsstudien über Verkehrsfluss und Sicherheit im Winter, insbesondere am steilen Böschungswinkel im Einmündungsbereich Berliner Straße, fehlende Aussagen über Gewährleistung für die Bausubstanz der Häuser und eine Kostenschätzung, aus der nicht klar werde, warum eine Instandsetzung fast ebenso teuer sein solle wie der komplette Umbau.

Trotz aller Unzufriedenheit mit dem Bisherigen blickt die Interessengemeinschaft nun nach vorn und will an der Planung konstruktiv mitarbeiten. Sie distanziert sich von Vandalismus und jeder weiteren Art der Eskalation des Streits. Aber: „Wir fordern mehr Transparenz“, stellen die Sprecher klar, „denn wir Anlieger sind es, die hinterher mit der Straße leben müssen“.

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