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Oberharz
Weißwasserbrücke: Bau-Start für 2011 angekündigt
Weißwasserbrücke im Eis der Okertalsperre: Die Ausschreibung für den voraussichtlich anderthalb Jahre dauernden Neubau soll in den kommenden Wochen beginnen. Foto: Ebeling
ALTENAU. Dem Neubau der Weißwasserbrücke über den Okerstausee steht auf Planungsebene nichts mehr im Wege. Klagen gegen das „grüne Licht“, das der Landkreis Ende 2009 erteilte, sind ausgeblieben. Die Landesstraßenbaubehörde steht kurz vor der Ausschreibung des Millionenprojekts, das im nächsten Jahr starten soll.
„Auf dem Verfahrenswege ist jetzt alles in trockenen Tüchern“, sagt Dirk Lienkamp, Pressesprecher des Landkreises. „Die Rechtsbehelfsfrist endete, ohne dass eine Klage gegen den Planfeststellungsbeschluss eingereicht wurde. Und der ist damit nicht mehr anfechtbar.“ Das war nicht unbedingt zu erwarten, denn im Vorfeld hatte es im Anhörungsverfahren zumindest einige Einwendungen gegeben. Als kritischer Beobachter des Vorhabens gelten vor allem die Harzwasserwerke.
„Ein Meilenstein“
„Wir sind froh, dass der Beschluss rechtskräftig geworden ist und keiner geklagt hat“, sagt Günter Hartkens, Goslarer Bereichsleiter der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. „Das ist schon mal ein Meilenstein, und alle Beteiligten haben Planungssicherheit.“
Die Ausschreibung soll seinen Worten zufolge in den nächsten Wochen, etwa bis April, starten. Nächster Schritt sei dann die Ausführungsplanung, die in der zweiten Jahreshälfte erarbeitet werden soll. „Somit ist davon auszugehen, dass der Baustart in das Jahr 2011 fallen wird“, sagt Hartkens.
Dass der etwa anderthalb Jahre dauernde Neubau inklusive elfmonatiger Vollsperrung der B498 zwischen Oker und Altenau nicht – wie es anfangs geheißen hatte – schon 2009 erfolgen würde, wurde mit der Zeit immer deutlicher. Zum einen fiel die Wahl auf ein technisch anspruchsvolles Taktschiebeverfahren, zum anderen sollte das Projekt nicht mit der derzeitigen Erneuerung der Altenauer Ortsdurchfahrt dieser Bundesstraße zusammenfallen.
Baustelle auf jeder Seite
Beim Taktschiebeverfahren wird der von einer Brückenseite aus erfolgende Neubau an das alte Stahlfachwerk samt Fahrbahnplatte gekoppelt, das wiederum auf der anderen Brückenseite schrittweise demontiert wird. Somit muss auf jeder Seite der Weißwasserbrücke eine Baustelle eingerichtet werden.
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