Oberharz

Verein Region Oberharz veranstaltet erste Messe für den „echten Oberharz“

09.03.2010

Verein Region Oberharz veranstaltet erste Messe für den „echten Oberharz“

Wald, Teiche und Orte, Kultur und Wirtschaft: Der „echte Oberharz“ stellt sich am 18. März in einer Messe mit Vorträgen in Altenau vor. Foto: Genrich

OBERHARZ. Unter dem Motto „Oberharz – echt herausragend“. lädt der Verein Region Oberharz für Donnerstag, 18. März, zu einer Veranstaltung ins Kurgastzentrum Altenau ein. Von 14 Uhr an geben vier Experten in Vorträgen Einblicke in die Oberharzer Historie und Kultur, zudem stellen heimische Firmen ihre Produkte und Vereine ihre Arbeit vor.

„Wir wünschen uns, dass möglichst viele kommen“, sagt Ingrid Eitzeroth, die als Assistentin des geschäftsführenden Vereinsvorstands zum Organisationsteam gehört. „Davon lebt die Veranstaltung.“ Bewusst verzichte man darauf, Eintritt zu verlangen.

Markenschutz

In zwangloser Atmosphäre bietet die Veranstaltung die Gelegenheit, mit Vertretern von 15 Oberharzer Firmen und Einrichtungen ins Gespräch zu kommen. Der „Oberharzer Namensstreit“ war Auslöser für die Gründung des Vereins Region Oberharz vor einem Jahr, der umgehend die Namensrechte für „Oberharz“ und „Oberharzer“ beim Deutschen Marken- und Patentamt in München beantragte, „um eine Irreführung gerade bei Ortsfremden zu vermeiden“, erklärt Erster Samtgemeinderat Helmut Martin.

Noch hat der Verein jedoch das Zertifikat nicht erhalten. „Wenn dem Antrag stattgegeben wird, haben wir die Namensrechte aber rückwirkend bis zum Tag der Antragstellung“, erklärt Martin. In der Praxis werde dann jedes Produkt mit einem der beiden markenrechtlich geschützten Begriffe überprüft. Wer sie zu Unrecht verwende, dem drohe eine Geldstrafe.

Für das Vortragsprogramm hat Vereinsmitglied Wolfgang Lampe, Leiter des Landesbergarchivs in Clausthal, vier Referenten gewonnen, die über den Oberharz und seine Besonderheiten sprechen wollen.

Der Osteroder Klaus-Jürgen Schmidt informiert über den „Oberharz in alten Karten“, der Göttinger Professor Dietrich Denecke über „Historisch-geografische Elemente der Kulturlandschaft Oberharz“.

Gastaussteller der kleinen Messe ist der Kultur- und Heimatverein Benneckenstein, dessen Vorsitzender Prof. Lutz Wille ebenfalls zu den Referenten gehört. Er befasst sich mit den Aspekten der Volkskultur im Oberharz. Abschließend stellt Martin Weigel, Vorstandsvorsitzender der Glücksburg Consulting AG, das neue Tourismuskonzept für den Oberharz vor.

In eigener Sache werben

„Mit der Messe in Altenau wollen wir den echten Oberharz darstellen – und natürlich auch in eigener Sache werben“, sagt Samtgemeindebürgermeister Walter Lampe, der dem Verein Region Oberharz vorsitzt.

Der hat 16 Mitglieder, unter ihnen alle Bürgermeister des Oberharzes sowie Verantwortliche aus dem Bereich Tourismus. „Unser Ziel ist es, gemeinsam die Qualität und Glaubwürdigkeit der Kollektivnamen weiterzuentwickeln“, heißt es als Begründung auf der vereinseigenen Homepage www.region-oberharz.de. Die Mitgliedschaft kostet zwischen 24 Euro für natürliche Personen und bis zu 500 Euro für Unternehmen.

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