Oberharz

Marktkirchensanierung: Stiftungen überreichen Fördervertrag

04.03.2010
Von Bettina Ebeling

Marktkirchensanierung: Stiftungen überreichen Fördervertrag

Kirchenvorstandsvorsitzende Dorothee Austen überreicht dem scheidenden Architekten Reinhard Lott einen Kirchenschlüssel. Lott will den Clausthalern ehrenamtlich weiter zur Seite stehen.

CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Geld- und zugleich Stabübergabe an vorderster Front eines Zehn-Millionen-Sanierungsprojekts: Diese besondere Konstellation war für die Marktkirchengemeinde Clausthal am Donnerstag Anlass, erstmals nicht den Abschluss, sondern den Start eines Bauabschnitts zu feiern.

Kirchenvorstandsvorsitzende Dorothee Austen nahm erfreut den gemeinsamen Fördervertrag der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) und der Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmale über insgesamt 130.000 Euro für den diesjährigen Bauabschnitt entgegen.

Martin Ammon, in seiner Funktion als Leiter des Stiftungsbüros gemeinsam mit Martina Wolff und Jobst Tehnzen vom DSD-Ortskuratorium Hannover Überbringer des Förderbescheids, würdigte die Kirchensanierung im Sinne einer dem lebendigen Zweck des Gotteshauses dienenden Investition.

Zur offiziellen „Stabübergabe“ vom Architekten und bisherigen Bauleiter Reinhard Lott an seine Nachfolgerin Cornelia Roeder leiteten Landessuperintendent Eckhard Gorka und Marktkirchenpastorin Andrea Siuts über. Es sei „für die Gemeinde und den Ort beruhigend“, dass dies kein Abschied für immer sei, sondern dass die Sanierung mit „nur leicht verändertem Vorzeichen“ weitergehe, sagte die Clausthaler Pastorin. Lott geht als Architekt der Landeskirche Hannovers zwar in den (Vor-)Ruhestand, bleibt der Marktkirche jedoch als ehrenamtlicher Berater erhalten.

Von 2001 bis Ende 2009 wurden 7,04 Mio. Euro in die Sanierung investiert, rund 41 Prozent davon finanzierte die Landeskirche, rund 1,4 Mio. Euro kamen von Land und Bund sowie 0,5 Mio. Euro von der Klosterkammer, die 2010 mit weiteren 100.000 Euro im Boot sei.

Durch eine aktuell bewilligte Erweiterung des neuen Bauabschnitts von 1,25 auf 1,59 Mio. Euro Investitionssumme werde es möglich, zusätzlich zum Hauptdach des Kirchengebäudes nebst Fensterbändern und Nebenarbeiten noch das Eingangstreppenhaus der Nordseite zu sanieren, hieß es. Das spare nicht nur eine komplette Baustelleneinrichtung, sondern ermögliche vor allem, die Außenhülle in diesem Jahr fertigzustellen. Danach werde die Innensanierung in Angriff genommen.

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