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Oberharz
Straßenausbau in der „Burgstätter“: Kostenvergleich contra Anliegerwunsch
Burgstätter Straße: Baustart muss 2010 sein, damit die Fördermittel nicht verfallen. Foto: Bertram
CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Nach emotionsgeladener Einwohnerfragestunde und reichlich Kritik an die Adresse der Verwaltung hat der Umwelt- und Bauausschuss Clausthal-Zellerfeld (UBAC) die Beschlussvorlage „Ausbau der Burgstätter Straße“ ohne Empfehlung an den Verwaltungsausschuss der Stadt weitergereicht.
Die Anlieger, denen die Pläne des Ingenieurbüros Damer+Partner (Vienenburg) vor zwei Wochen vorgestellt worden waren, wünschen sich statt der geplanten Fahrbahnbreite von 5,50 Metern mit Einstellplätzen eine 7,50 Meter breite Fahrbahn und asphaltierte Gehwege, wovon sie sich unter anderem einen geringeren Beitragsanteil versprechen.
Der durch kleinere Nebenanlagen entstehende Vorteil für die Anlieger werde jedoch durch höhere Gesamtkosten wieder aufgezehrt, erklärte Fachdienstleiter Hermann Josef Reinartz dazu, da die Gehwege an Gebäuden und Eingängen von Hand asphaltiert werden müssten und für die breitere Fahrbahn ein stärkerer Unterbau erforderlich sei. Auch die Unterhaltungskosten würden bei „bituminösem Ausbau“ steigen.
Das untersetzte die Verwaltung mit einer Kostenvergleichs-Tabelle, die ungünstigerweise bei der Veröffentlichung der Beschlussvorlagen auf der Internetseite der Samtgemeinde vergessen worden war – was das Bürgermisstrauen weiter schürte.
Dennoch sollten die Änderungswünsche der Anlieger nicht einfach übergangen werden, sagten Ausschussmitglieder. Auch sollte mit Blick auf die Bergbauvergangenheit der „Burgstätter“ die Frage des Untergrundes zweifelsfrei geklärt sein.
Die Vorlage zurückzustellen und eine weitere Anliegerversammlung einzuberufen, würde den Zeitplan sprengen, so Reinartz, wodurch die Fördermittel verfallen könnten. Die Straße sei jedoch in einem Zustand, in dem weitere Erhaltungsmaßnahmen „Verschwendung sind“.
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