Lutter

Nauens Schrankenwärter setzt zur letzten Kurbelumdrehung an

30.07.2010
Von Andreas Gereke

Nauens Schrankenwärter setzt zur letzten Kurbelumdrehung an

Daniela Hoyer, ausgebildete Eisenbahnerin im Betriebsdienst, kurbelt die Schranke hinunter. Foto: Gereke

NAUEN. Nur noch 48 Stunden – und Posten 49 ist Geschichte. Das ist im Bahnerdeutsch die Bezeichnung für den Arbeitsplatz von Nauens Schrankenwärter. Doch der wird am Montag zur letzten Umdrehung an der Kurbel ansetzen. Die letzte Schicht. Künftig werden beide Bahnübergänge Nauens automatisch gesteuert.

Die Umbauarbeiten an den Übergängen haben begonnen – es ist Dienst auf verlorenem Posten. Denn das altehrwürdige Häuschen des Schrankenwärters – er ist der letzte Kurbelnde im Landkreis – wird abgerissen. Der Abschied vom Posten 49. Die Zahl stammt von einer alten Kilometrierung. Vor Jahrzehnten gab es noch nicht mal ein Häuschen – nur einen Unterstand. Bald rollt der Bagger an, um es dem Erdboden gleichzumachen.

Bis die automatische Steuerung den Dienst übernimmt, werden ab Montagvormittag Posten am Bahnübergang Im Dorfe/Am Nauer Berg mit rot-weißem Flatterband sichern, wenn sich ein Zug nähert. Der Bahnübergang im Verlauf der Rosenstraße wird dagegen ab Montag, 8 Uhr, sowohl für Fahrzeug- als auch für sämtlichen Fußgängerverkehr zunächst vollständig gesperrt. Die Umleitung erfolgt über den Bahnübergang Im Dorfe/Am Nauer Berg. Die Sperrung soll bis zum 1. September, 17 Uhr, andauern, teilt Lutters Samtgemeindeverwaltung mit. Dann werden sich an beiden Bahnübergängen die Schranken heben und senken – dann allerdings wie von Geisterhand gesteuert.

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