Lutter

380-kV-Leitung: Endspurt für die Trassengegner

20.07.2010
Von Andreas Gereke

380-kV-Leitung: Endspurt für die Trassengegner

Der Kampf mit dem Aktenberg zu den Trassenplanungen für die 380-kV-Leitung – die moderne Schlacht von Lutter am Barenberge. Foto: Gereke

LUTTER. Drei Tage noch, dann läuft die Frist läuft ab: Bis Freitag können interessierte Bürger die Unterlagen zur geplanten 380-kV-Höchstspannungsleitung von Wahle nach Mecklar im Rathaus einsehen. Anschließend können Einwendungen gegen das Projekt noch bis zum 6. August bei der Samtgemeinde gemacht werden.

„Einwendungen sind aber nicht nur bei der Samtgemeinde, sondern auch direkt möglich“, ergänzt Lutters Verwaltungschef Peter Kühlewindt. So findet sich unter www.rov-wahle-mecklar-online.de eine Plattform, unter der Stellungnahmen bis zum 31. August auch online abgegeben werden können.

Am Ende des Raumordnungsverfahrens (ROV) wird eine Trassenvariante feststehen. Im „Endspurt“ des ROV ist für Dienstag, 3. August, um 19 Uhr in Bad Gandersheim zudem eine Podiumsdiskussion auf der Domfestspielbühne geplant.

Auch die Räte der Samtgemeinde Lutter werden sich wieder mit dem Thema beschäftigen. Nach der Sommerpause stehen vom 9. bis zum 12. August an vier Abenden hintereinander Sitzungen auf dem Kalender. In denen geht es schwerpunktmäßig um eine Stellungnahme der Kommune zu dem Trassenprojekt im Rahmen des Raumordnungsverfahrens.

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Kommentare

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wk schrieb am 14.08.2010 23:59

na klar, strom wollen sie haben, aber keine leitungen. dorfdeppen!

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Sugagirlie schrieb am 15.08.2010 08:58

@ wk: wie war das bei einem anderen Thema mit "unqualifizierter Kommentar?! " Ihr Kommentar hier sprüht ja gerade zu von Hintergrundwissen - und beleidigend werden Sie hier auch! Am Besten Sie geben überhaupt keine Kommentare mehr ab, dann hätten wir wieder Ruhe!

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KUS schrieb am 15.08.2010 14:58

Ja, die Wahrheit kann wehtun. Abgesehen von der abschätzigen Bezeichnung für die engagierten Lutteraner, gebe ich wk recht. Strom wird nun mal durch Kabel transportiert und nicht in Eimern oder auf Heuwagen.

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bluedevil1200 schrieb am 15.08.2010 23:25

Nur leider ist dieser Strom, der dort transportiert werden soll nicht einmal für die Gemeinde Lutter bestimmt. Aus diesem Grund, kann ich die Anwohner sehr gut verstehen. Ich möchte auch nicht in der Nähe dieser riesigen Masten wohnen.

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KUS schrieb am 16.08.2010 17:25

Ich habe befürchtet, daß ein solcher Kommentar folgt und bin deshalb nicht im geringsten überrascht. Ich hatte noch nie das Bedürfnis, nach Saarbrücken oder Castrop-Rauxel zu fahren, trotzdem führen Autobahnen dorthin; warum gibt es in SZ-Ringelheim einen Bahnhof? Ich will dort gar nicht aussteigen. Und Weißwurst mag ich nicht essen, weshalb liegt trotzdem welche in der Theke? Huhu, "Monstermasten", soll der Strom vielleicht durch Weidezäune geschickt werden? Na gut, das hätte den Vorteil, daß das Fleisch schon vorm schlachten gut durch ist. Nicht jeder Tellerrand hat das Zeug, ein Horizont zu sein. Ich nutze nur Strom, auf dem "Für KUS, in Liebe avacon" steht. Ob anderen die Vorräte in der stromlosen Tiefkühltruhe vergammeln, ist mir egal.

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bluedevil1200 schrieb am 16.08.2010 22:17

Und für KUS hole ich noch mal etwas weiter aus. In der Gemeinde Lutter, hat niemand etwas dagegen, wenn der Strom für andere dort lang gefürt wird. Man möchte nur keine 60m hohen Masten haben. Das Zauberwort in diesem Fall lautet "Erdverkabelung". Im übrigen, sind Freiluftleitungen echte Klimakiller. Alleine der Sockel eines Masten, fasst bis 2000 Kubikmeter Beton, was alleine 400 LKW Touren für einen Sockel ausmacht. An Freileitungen, bildet sich durch die hohen Ströme eine große Menge CO2 und es gibt dazu noch erhebliche Stromverluste bei der Durchleitung. Ganz abgesehen von der Bodenbelastung durch Zink/Rostschutzmittelauswaschungen mit der Gefahr der Belastung unserer Nahrungsmittel (Ackerflächen rund um die Masten). Die Anwohner und Gemeinden haben zusätzlich noch ein volkswirtschaftlichen Schaden durch Wertverluste der Grundstücke und Immobilien.

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KUS schrieb am 17.08.2010 15:20

Danke, bluedevil1200. In solchen speziellen Dingen wie Hochspannungsleitungen bin ich ein Laie und las mit Interesse Ihren Kommentar. Auf Reizwörter wie "Klimakiller" oder "CO2" mag ich nicht eingehen, weil es eher ideologisch motiviert ist. Aus meiner Schulzeit sind allerdings ein paar Brocken Mathematik und Physik hängengeblieben. Damit die Stromstärke nicht zu groß und damit tatsächlich riskant wird, ist eine Hochspannungsleitung geplant. Eine Erdverkabelung verdeckt zwar das "Problem", doch will ich gar nicht nachrechnen, wieviele Kubikmeter Erde dafür ausgehoben werden müßten. Kann ich auch nicht. Ich halte die "Monstermasten" für das kleinere und kostengünstigere Übel.

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