Lutter

Samtgemeinderat verabschiedet doppischen Doppelhaushalt

25.06.2010
Von Andreas Gereke

LUTTER. Man kann das vom Samtgemeinderat verabschiedete Zahlenwerk drehen und wenden, wie man will – finanziell besser geht es der Samtgemeinde Lutter mit neuem doppischen Haushaltsrecht nicht. Im Gegenteil: Da künftig auch Abschreibungen berücksichtigt werden müssen, steigt das Defizit sogar.

Statt Kameralistik nun die Doppik, statt Vermögens- und Verwaltungshaushalt gibt es nun den Ergebnis- und den Finanzhaushalt. Im Ergebnishaushalt finden sich sämtliche Erträge und Aufwendungen wieder – auch die Abschreibungskosten. „Er stellt den Ressourcenverbrauch dar. Schließt er mit einem Fehlbedarf, heißt das: Ich lebe von der Substanz“, erklärt Lutters Kämmerin Heike Ahrens.

Im Haushaltsplan 2010 weist der Ergebnishaushalt Erträge von 2,394 Millionen Euro auf. Demgegenüber stehen Aufwendungen von 2,627 Millionen Euro. Das entspricht einem strukturellen Fehlbedarf von 233.000 Euro. Die Situation im Haushaltsplan 2011: Erträge von 2,59 Millionen Euro, Aufwendungen von rund 2,67 Millionen Euro ergeben ein strukturelles Defizit von rund 99.000 Euro.

Investitionen sind keine bedeutenden vorgesehen (2010: 47.800 Euro; 2011: 34.300 Euro). Sie kommen Feuerwehr, Schule und Kindergarten zugute. Immer wieder die Fragen aus dem Gremium nach einzelnen Haushaltsposten, die die Mitglieder vergeblich im Zahlenwerk neuer Form suchten – „hieraus ist ja nichts ersichtlich“, meinte Henri Hoffmeister (SPD).

„Diese Tiefe kann so im neuen Haushalt nicht mehr dargestellt werden“, erklärte Samtgemeindebürgermeister Peter Kühlewindt. „Aber das sollen sie auch gar nicht mehr sehen, es geht künftig darum, Ziele zu formulieren“, fügte Ahrens an. In einer „historischen Stunde“, so Kühlewindt, verabschiedete der Rat das neue Zahlenwerk einstimmig.

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