Lutter

380-kV-Leitung: Sorge in Vorharz-Orten bleibt

22.06.2010
Von Andreas Gereke

LUTTER. Noch keine Entwarnung in Sachen 380-kV-Trasse aus Sicht der Vorharzorte: Zwar favorisiert der Vorhabenträger eine Variante außerhalb des Landkreises Goslar, doch die Entscheidung über den Verlauf der Stromautobahn fällt erst mit Abschluss des derzeit laufenden Raumordnungsverfahrens (ROV).

Das ist der Tenor einer hitzigen Bürgerversammlung, zu der die Transpower Stromübertragungs GmbH, sie will die Trasse errichten, eingeladen hatte. Die stuft die Variante, die durch den Landkreis Goslar und seine Kommune führen soll, selbst als „ungeeignet“ ein.

Die Tatsache, dass sich deshalb einige nun schon „zurücklehnen“, sah Jens Range, Bürgermeister der Samtgemeinde Baddeckenstedt, mit Bedauern. Die Entscheidung fällt erst mit Abschluss des Raumordnungsverfahrens. „Die Messen sind noch lange nicht gesungen“, warnte er und kündigte notfalls den Gang bis vor das Bundesverwaltungsgericht an. „Wie das berühmte kleine gallische Dorf werden wir Widerstand leisten“, rief ein anderer aus der Besuchermasse.

Die vor allem die Samtgemeinde Lutter durchschneidende Variante knickt bei Rhüden Richtung Osten ab, führt nördlich an Hahausen vorbei, verläuft durch das Neiletal in Richtung Lutter. Vor dem Ort biegt sie Richtung Osten ab, über die Wallmodener Berge, um zwischen Ostharingen und Upen in der Gemeinde Liebenburg nach Norden zu stoßen.

Bei der Bürgerversammlung prallten nun die Interessen aufeinander: Bürger forderten eine Erdverkabelung, die Standardantwort darauf der Transpower-Vertreter, die eine Freileitung planen: „Für eine Vollverkabelung liefert das Energieleitungsausbaugesetz, das EnLAG, keine Rechtsgrundlage“.

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Kommentare

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tinta schrieb am 22.06.2010 23:32

Bitte, liebe Bürger, werdet wach!!! Keine der derzeitigen Trassenvarianten ist endgültig beschieden!! Jetzt und nur jetzt während des ROV könnt ihr Stellung zur Trasse beziehen/nehmen. Bei jeder Kommune ist das ROV bekannt gemacht worden, Pläne liegen dort aus. Jeder Bürger kann bei seiner Kommune termingerecht -je nach Bekanntgabe-Termin-Stellungnahmen dazu abgeben. Wer nicht schreiben kann o.ä., kann diese auch mündlich in seiner Kommune aufsetzen lassen !!!! Bitte unbedingt begründen. Jeder einzelne ist jetzt gefragt. Und jedermann sollte auch den im internet veröffentlichen Erläuterungsbericht von transpower einmal genau durchlesen. Dann fallen jedem auch Argumente dagegen ein. Magenschmerzen bereitet der transpower-Bericht ohnehin!!! Nach dem Raumordnungsverfahren wird die Behörde in BS eine Trassenvariante gutheißen. Dann kann ein jeder nur noch Klage erheben gegen die bautechnisch geplanten Dinge im Planfeststellungsverfahren erheben.

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wk schrieb am 13.08.2010 23:13

Strom wollen sie haben, aber keine Leitungen. Dorfdeppen!

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